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Ein 6-jähriger "Welpe" zieht ein...

Am 2. Mai 2020 durften wir unsere "Rakete" Rudi im Sauerland abholen ... trotz Corona hat das Team alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das möglich zu machen. Vielen Dank dafür!
Unser Überraschungspaket entpuppte sich als 6 1/2 - jähriger "Welpe", der freundlich zu jedermann ist, Kinder liebt, für sein Leben gern kuschelt, sich auf Anhieb mit unserer 12-jährigen Mainecoon Luna Schneeschuh versteht und insgesamt ein Goldstück ist ... der allerdings auch alles lernen musste: durch Türen gehen, sich in einer Wohnung aufhalten, sein Geschäft draußen verrichten, an der Leine gehen, Treppen steigen ... eben alles, was ein Familienhund wissen muss. Alles war fremd und erst mal potentiell bedrohlich.

Rudi lernte extrem schnell: einmal gezeigt, das zweite mal bestätigt, und er machte es, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gekannt. Kein Tag verging, ohne dass er uns mit etwas Neuem überraschte. Als wir ihn von knapp einem blauen Müllsack voll totem Fell und Filz befreit hatten, kam ein wunderschöner Goldschatz zum Vorschein, der uns (und alle um uns herum) mit seinem pfiffigen Gesicht und seinen ständig neuen Ideen einfach nur zum Schmunzeln bringt. In der gesamten Nachbarschaft hat er sich zielstrebig in die Herzen geschlichen. Nach 3 Monaten war es so, als wäre er schon immer da gewesen. Dieser Hund ist ein Sechser im Lotto mit mindestens 3 Zusatzzahlen.

Ende Juli habe ich das Experiment gewagt und bin mit dem Auto von Köln quer durch Deutschland zum Bodensee zu meinen Eltern gefahren ... Ein voller Erfolg ... Hier Rudis Reisebericht:

Leut' und Hundz ... ich bin wieder da

"Ich war für eine Woche mit Dani bei ihren Eltern am Bodensee. Allerdings habe ich mich nicht in den See getraut ... die weite, spiegelnde Wasserfläche und die Wellen waren mir suspekt ...sehr zur Belustigung von Dani. Aber ich bin über die Felder getobt, habe viele neue Hundekumpels getroffen und mich quer durch die Dorfbevölkerung geschmust. Und ich hab in Dani's Papa einen neuen Freund gefunden...sogar auf's Sofa durfte ich zu ihm. Und einen schönen Garten hat der Mann, genau richtig für mich zum chillen.
Als es an einem Tag gedonnert hat, bin ich mit Karacho quer durch die Wohnung gerannt und zu Danis Mama ins Bett gesprungen ... das hat mir dann auch keiner übel genommen und da ich einmal drin war, bin ich da auch immer wieder rein ;-)

Am letzten Tag habe ich Dani aber doch noch kurz vor der Heimreise einen riesengroßen Schrecken verpasst: ich bin aus der Haustür ausgebüxt und war mal eben 2 Stunden ganz allein in Feld und Wald unterwegs. Als Dani dann total fertig vom Suchen zurück kam (sie wollte mich gerade bei TASSO als vermisst melden), habe ich vor dem Haus brav auf sie gewartet. Die hat sich soooo gefreut, mich unverletzt wieder zu sehen, dass sie vor Erleichterung Rotz und Wasser geheult hat ... gar nicht mehr loslassen wollte sie mich. Dabei hab ich doch nur einen Abschieds-Rundgang gemacht.

Auf der jeweils 8-stündigen Fahrt im Auto war ich ganz brav ... obwohl es mir schon schwer fiel, so lange nicht rumtoben zu können. Aber Dani hat regelmäßige Trink-und Pinkelpausen für mich gemacht und die Hauptsache für mich war, dass ich bei ihr sein durfte.

So schön der Urlaub auch war - ich bin froh, dass ich wieder zuhause bei meiner Katze Luna und Papa Micha bin. Meinen Stammplatz bei ihm auf dem Sofa verlasse ich so schnell nicht wieder ... außer Dani hat ein neues Abenteuer für mich in petto."


Im November 2020 war dann klar, warum Rudi so schnell so toll war: Innerhalb von 4 Tagen sind sowohl meine Mutter, als auch mein Mann gestorben --- 3 Wochen später erkrankte mein Vater schwer an Corona. Das hätte ich nicht überstanden, wenn ich Rudi nicht als starken Partner an meiner Seite gehabt hätte.

Daniela Stolzenburg mit Rudi Rakete

Einen weiteren Bericht über die tolle Karriere von Rudi könnt Ihr hier nachlesen →

Video

(falls verfügbar)

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