Tierschutzverein Pfotenhilfe Sauerland

Fahrten nach Ungarn im Jahr 2017

 

2017 gabe es viele Fahrten nach Ungarn, nachfolgend ein Bericht, wie in der Regel eine solche Fahrt aussieht.

Ungarnfahrt  Do. 12.10. - Sa. 14.10.2017

Viele Fellnasen warteten in Ungarn auf uns und so machten wir, Jenny und Pia,  uns am Donnerstagmorgen auf den Weg nach Ungarn. Eine lange Fahrt lag vor uns und so kamen wir spät abends todmüde in Ungarn an.

Unsere erste Station auf der Reise war das Tierheim in Bonyhad. Dieses Tierheim liegt in einem Wohngebiet, wobei das vorhandene Gelände auch noch für andere Zwecke genutzt wird. Hier konnten wir gegen Mittag hin, denn die ehrenamtlichen Mitarbeiter mussten ja auch Zeit für uns haben. Vielen Dank dafür, das wir schon frühzeitig dort sein durften. 

Zuerst  machten wir einen Rundgang durch die Tötung, um zu sehen wie viele neue Hunde eingetroffen sind. Es ist immer wieder schwer an den vielen Zwingern vorbei zu gehen und nicht alle Hunde mitnehmen zu können. Bei dieser Gelegenheit machten wir dann noch von zwei Hunden ein Video, darum hatten uns die möglichen Adoptanten gebeten. Freudig warteten dann schon unsere neuen Mitfahrer auf uns, ihre lange Reise nach Deutschland begann nun.

Diesmal durfte die behinderte Katze Ray mitreisen, sie wurde schon in Deutschland erwartet.

Weiter ging es dann zu unserer nächsten Station, Briggi in Kecel wartete schon auf uns. Briggi hat eine kleine Auffangstation für wenige Hunde, dort wollten wir gerne die neuen Hunde kennen lernen. Die Hunde hier haben menschlich Ansprache und bekommen ihre Streicheleinheiten. Überall spürt man, das Briggi viel Liebe in den Tierschutz einbringt.  Auch hier durfte ein Hund mit reisen und wurde im Transporter untergebracht

.Angekommen in der Tötung Kecel erwartete uns ein anderes Bild. Zwinger an Zwinger, alles praktisch,  aber keine isolierten Hütten oder die Möglichkeit zu einem größeren Auslauf für die Hunde. Traurige Hundeaugen sahen uns an. Eine Hündin lag am Gitter vom Zwinger und sah nur mit sehnsuchtsvollem Blick zu uns hin. Andere Hunde dort wussten nicht wohin mit ihrer Energie, sie hatten einfach keinen Platz sich zu bewegen. Das es hier schnell zu Beißereinen kommen kann, leuchtet jeden ein.

 

Wir versuchen hier so viel zu helfen, wie eben möglich und so konnten 8 Hunde aus ihren Zwingern heraus und mit uns die Fahrt ins Glück antreten. Unsere Reise ging weiter und wir kamen gegen Abend in Kecskemet an. Das Tierheim dort ist sehr groß und dank der verständnisvollen Mitarbeiter dort durften unsere Hunde vom Transport die Nacht im Tierheim Kecskemet  in Zwingern verbringen.

Donnerstag – Fahrt nach Ungarn  und Freitag die Hunde von Bonyhad und Kecel geholt – Samstag dann die Rückfahrt. Dies bedeutet dann immer früh aufstehen, denn in Kecskemet müssen auch nochmals Hunde eingeladen werden. Der Amtstierarzt war auch dort, denn dieser musste die Papiere durchsehen und bei jedem Hund auch bestätigen, das er gesundheitlich fit für die Reise nach Deutschland ist. Vielen Dank nochmals an die Tierheimmitarbeiter, die uns beim Verladen der Hunde immer so gut unterstützen.  Mit den ausgefüllten Traces Papieren, das sind quasi die Reisepapiere der Hunde und den entsprechenden Impfausweisen für jeden Hund konnten wir dann die Reise nach Hause antreten.

Wenn möglich machen wir auch auf unserer Fahrt einen Stop, um den Adoptanten eine längere Fahrt zu ersparen. Auf dieser Rückfahrt hielten wir zwei Mal an und übergaben den freudig wartenden Leuten ihre Hunde.  Am späten Abend waren wir dann in Marsberg, wo viele aufgeregte Menschen sich wahnsinnig auf Ihre Hunde freuten. Es war ein tolles Gefühl so erwartet zu werden und in die glücklichen Gesichter der neuen Besitzer zu blicken. Nach und nach holten wir die Hunde aus ihren Boxen und so machten sich wieder viele Hunde auf die Weiterfahrt in ihr endgültiges – bei Pflegestellen in ihr vorübergehenden - Zuhause.