Tierschutzverein Pfotenhilfe Sauerland

Hier veröffentlichen wir einige Geschichten/Erfahrungsberichte/Schilderungen die wir per Mail zugeschickt bekommen. Weitere Glücksbilder finden Sie bei  "Zuhause gefunden" unterhalb des Bildblockes für das jeweilige Jahr


 
Hallo Frau Lübcke,
nun ist Bogyo -jetzt heißt er Milo (engl.) schon 4 Wochen bei uns. Nachfolgend ein kurzer Bericht:  Er hat die Rückfahrt problem- und klaglos mitgemacht, ist dann von unser Boxerhündin Elli Zuhause positiv empfangen worden. Elli hat ihn praktisch schon am 2. Tag adoptiert.  Die beiden spielen und toben seitdem täglich miteinander und Elli mit ihren 10 Jahren ist wieder richtig aktiv geworden. Milo hört bereits sehr gut auf seinen Namen. Er hat sich innerhalb von ein paar Tagen so in unser Leben, unseren Rhythmus, unser Haus und die Umgebung eingefügt, als ob er nie woanders gewesen ist. Er ist neugierig und geht freundlich auf alle Menschen zu. Er hat nur panische Angst vor LkWs und schreckt vor jedem Auto zurück. Aber auch das hat sich schon gebessert. Was immer er in Ungarn erlebt hat, seinen Charakter hat das nicht negativ beeinflusst.
Wenn es ihm zu viel wird, zieht er sich tagsüber in seine Transportbox zurück, die wir zum Eingewöhnen erst einmal da gelassen haben. Dort schläft er auch nachts. Manchmal geht er aber auch in sein Körbchen. Elli hat auch schon ein paar Nächte mit ihm zusammen in der Transportbox verbracht. Milo darf bei ihr alles und nutzt das auch, indem er sie in die Beine beißt, an ihren Lefzen hängt und ihr die Ohren abkaut. Ansonsten zerren sie an einem Tau oder an anderen Dingen.
Auch mit unserer Katze kommt er gut klar. Er interessiert sich für sie, aber er jagt sie nicht. Alles wunderbar also. Ein Fragezeichen möchten wir allerdings hinter seine Altersangabe setzen. Sein Verhalten ist so welpenhaft, dass er aus unserer Sicht höchsten 1  bis 1 1/2 Jaher sein kann und damit meinen wir nicht, dass er noch nicht ganz stubenrein ist oder dass er noch nicht so recht leinenführig ist – das haben wir nicht anders erwartet und da sind wir auf einem guten Weg – nein, er zeigt Verhaltensweisen eines sehr jungen Hundes. Im Januar stellen wir ihn unserem Tierarzt vor, vielleicht kann dieser uns genaueres sagen. Wir sind ebenfalls schon mit zwei Hundeschulen in Kontakt. Bei Milo müssen wir bei 0 anfangen und da er auch eindeutig Jagdtrieb hat, denken wir, dass am Anfang professionelle Hilfe nicht schaden kann.
Fazit: Wir bedanken uns bei Ihnen für einen sehr lieben, sehr aktiven Hund, der gut zu uns passt und der dafür nach kurzer Zeit auch schon die Genehmigung zur Benutzung aller vier Sofaecken bekommen hat.
Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten und viel Kraft, Ihr Engagement weiterhin aufrecht zu erhalten.
Liebe Grüße
Meike und Rolf Kröger
 


Hey, ich bin´s,  Czuszka!

 

Ich heiße nun Tilla-Marie, weil es für mein neues Frauchen einfacher ist, diesen Namen auszusprechen. Kurz vor Weihnachten wollte ich mich doch noch mal bei Euch melden, um Euch mitzuteilen, wie es mir in meinem neuen Zuhause geht.

Seit Mitte September wohne ich nun in Erwitte zusammen mit meiner kleinen Schwester „Belli“, die alt und taub ist. Jedes Mal, wenn ich mit ihr spielen möchte, giftet sie mich an und gibt mir zu verstehen, dass sie mit diesem „Kinderkram“ nichts mehr „am Hut“ hat und ich ihr, ihrem Alter entsprechend, gefälligst Respekt entgegen zu bringen habe. Nun ja, ansonsten ist sie trotz dieses kleinen Spleens, eigentlich ok.

Da ich nie richtige Tischmanieren kennen gelernt habe, hat mich mein Frauchen dazu erzogen, nicht gierig mein Futter zu verschlingen, sondern auf ihr Hörzeichen „Nimm“ artig mein Essen langsam zu mir zu nehmen – eben, wie es sich gehört! Habe das Gefühl, dass sie mich auf Dauer in die, „high soucietey“ einführen möchte. „Adlerauge sei wachsam!“ wer weiß, was die noch mit mir vorhat!“?                                                                                                               Überhaupt, hier scheint man auf das 1x1 des guten Benehmens großen Wert zu legen. In Aas schubbern, is nicht; im Garten nach Mäusen zu graben, is nicht; auf dem Teppich Pippi zu machen, is nicht, usw.. Ich gebe mir ja bestimmt viel Mühe, aber so manches, was ich jetzt nun nicht mehr tun darf, verstehe ich einfach nicht. 

Aber, trotz dieser Macken, ist mein neues Frauchen wirklich eine Seele von Mensch, hat sie mir doch ein super weiches und schönes Körbchen bereitet. Trotzdem, ich schlafe doch  nun einmal sehr viel lieber in dem Körbchen meiner kleinen Schwester „Belli“, die als Yorkymädchen nicht viel Platz braucht. Mein Frauchen kann das nun gar nicht verstehen.

Fast täglich lerne ich mit ihr meine nähre Umgebung kennen. Auch nimmt sie mich auf Gängen in die Kleinstadt mit. Habe aber immer noch großen Respekt vor den vorbeifahrenden Autos. Da aber mein Frauchen immer so ruhig bleibt, habe ich auch weniger Angst. Soweit mein erster Bericht.

Hoffe, ihr habt in Eurem neuen Zuhause ähnlich gute Erfahrungen gemacht. Bitte denkt daran, in Deutschland ticken die Uhren halt anders, an die wir uns gewöhnen sollten bzw. müssen. Ich denke, mit Einfühlsamkeit und entsprechender Gelassenheit unserer neuen Familie können auch wir uns langsam an die neue Umgebung gewöhnen.

 

Bis zum nächsten Statement,

es grüßt Euch ganz herzlich,

gewedelt und gebellt

Eure

Tilla Marie

(Januar 2018)

Hallo Ihr Lieben,

ich bin`s, Tilla-Marie!

Wie geht es Euch? Seit meiner letzten Meldung habe ich viel erlebt. 

Irgendwann, mitten in der Nacht, da begann plötzlich wie aus dem Nichts eine fürchterliche Knallerei, von der ich wach wurde. Frauchen meinte, ich brauche keine Angst zu haben, der Krach käme vom Feuerwerk, was die Leute immer zu Beginn eines neuen Jahres veranstalten. Ehrlich, ich denke, dass ist eine ziemlich blöde Angewohnheit der 2-Beiner.

Ich muss Euch etwas verraten, denn ich weiß jetzt, wie ich meine kleine Schwester Belli ärgern kann: immer wenn Frauchen die Treppe nach oben geht, folgen wir ihr natürlich. Dann lege ich mich oben vor die oberste Stufe. Belli ist nicht so schnell und hopst langsamer die Treppe hinauf. Ich lächle sie dann freundlich an, nach dem Motto: „Oh, wolltest Du auch nach oben?“ Und Belli, diese Heulsuse, was macht die? Sie ruft dann nach Frauchen, die mich dann natürlich tadelt. Dabei wollte ich doch nur etwas Spaß haben.

Ich finde es immer total aufregend, wenn Frauchen mit uns ins Feld geht. Was kann ich da „Zeitung lesen“!  Ganz besonders toll finde ich, wenn uns dann Kollegen entgegen kommen. Ich muss dann ganz schnell zu ihnen, was Frauchen gar nicht gut findet, da ich immer, wie sie meint, zu sehr an der Leine ziehe.                                                                                                                       

Heute hat sie mich gelobt!!!!!!!! Habe ich doch ganz toll gelernt, wie man artig bei Fuß geht. Nur, mein Frauchen ist ja so fürchterlich langsam!  Sie behauptet zwar immer, sie würde im „zügigen Normalschritt“ laufen, was meiner Meinung aber nicht stimmt. Sie könnte ruhig einen Schritt zulegen, damit ich im Galopp durch die Feldflur laufen kann.

Leider habe ich immer noch viel Angst, wenn wir an der Hauptstraße entlang gehen und die Autos und LKW`s  an uns vorbeirasen. Dann möchte ich am Liebsten weglaufen.

Dienstags nimmt mich Frauchen immer mit in ihr Büro. Da trifft sie sich mit ihren Kollegen, die  sehr nett sind. Ich lege mich dann auf meine Decke, döse vor mich hin und höre zu, was die da so bereden.

Manchmal gebraucht Frauchen ein komisches Gerät. Das macht einen fürchterlichen Krach und saugt alles ein, was auf dem Boden liegt. Ich bin dann immer sehr aufgeregt und versuche dieses blöde Ding anzubellen und weg zu beißen. Frauchen ist dann sehr streng zu mir und schickt mich aus dem Zimmer. Dennoch, Ihr seid doch auch meiner Meinung, diesen Krach muss man doch nicht ertragen, oder?

Eigentlich gefällt es mir hier ja sehr gut, aber Frauchen lässt oft nicht mit sich reden. Wie ich Euch schon mal mitteilte, herrschen hier Regeln, die ich absolut nicht verstehe. Zum Beispiel: „Pippi machen auf dem Teppich, is nicht!!!  Aber, Ihr müsst mir da doch Recht geben, wenn es draußen regnet und alles so fürchterlich nass und kalt ist, da kann man doch bei so einem (Sau-) Wetter im Garten nicht pipinieren und schon gar nicht kotieren, oder“?

So, das sind die News aus Erwitte.

Bis zum nächsten Statement,

es grüßt Euch ganz herzlich,

gewedelt und gebellt

Eure

Tilla Marie


Ruben  aus dem Tierheim Bonyhad in Ungarn

 
Ruben hat sich inzwischen prima eingelebt. Er ist wirklich ein Schatz! Ich glaube, wir hatten noch nie eine größere "Schmusekatze" als ihn. Kuscheln ist das Größte für ihn, direkt gefolgt von Rattenjagd. Wir lassen ihn  an der Schleppleine laufen, denn so schnell wie Ruben ist keiner von uns. Der Garten wird inzwischen komplett von ihm überwacht; alle Hecken und  Durchgänge regelmäßig kontrolliert. Mittlerweile haben wir vor die -eigentlich recht dichte Hecke- einen Zaun gezogen, nachdem Ruben es tatsächlich geschafft hat, durch sie hindurch in den Garten des angrenzenden Altenheims zu gelangen. -Er war wohl völlig verwirrt, denn er ließ sich widerstandslos von meinem Mann "festnehmen".
Übrigens ist er im Heim ein äußerst gerngesehener Gast. Alle kennen und mögen ihn. Und das eine oder andere Leckerchen fällt auch schon mal ab! Mittlerweile möchte er bei jedem Spaziergang seine Fangemeindebesuchen!
Anfangs hat er -wahrscheinlich aus Unsicherheit- sämtliche Hunde (und das sind eine ganze Menge, die hier 'rumlaufen) verbellt. Wir fürchteten schon um unsere Trommelfälle. Gott sei Dank wird es allmählich weniger und mit den Hunden unserer Freunde und Bekannten kommt er auch schon recht gut aus. Wir können sogar alle zusammen mit den Hunden Silvester feiern. Wie schön! 
 
Wir sind so froh, daß es über die Pfotenhilfe so schnell und unproblematisch geklappt hat, unseren Schatz zu bekommen.


Penny kommt aus dem Tierheim Kecskemet aus Ungarn

 

Hallo ihr Lieben,

 
ich bin vor zweieinhalb Wochen aus Ungarn nach Deutschland gereist und wollte doch mal erzählen, wie es mir hier so geht. 
Erstmal war ich ziemlich kaputt, als ich in Deutschland angekommen bin. Bei meiner neuen Familie Zuhause bin ich dann auch sofort in mein Körbchen gesprungen, ohne dass es mir jemand zeigen musste. 
Die ersten Tage habe ich viel geschlafen und gekuschelt. Ich war sehr zurückhaltend. Schließlich musste ich erst einmal sehen, wo ich hier gelandet bin.
 
Dann bin ich aber langsam aufgetaut und weiche meiner Familie nicht mehr von der Seite. 
 

Ich denke ich bin recht pflegeleicht. Die ein oder andere Regel kannte ich schon und einige neue finde ich ok, die mache ich gerne mit. Manchmal lasse ich aber auch den sturen Dackel raushängen und die Kommandos, die ich doof finde, ignoriere ich dann auch, obwohl ich sie schon kenne. Nur komme ich da eigentlich nie mit durch.
Im Moment sind mein Herrchen und ich noch uneins, wer denn den Platz auf dem großen gemütlichen Sessel bekommt. Meistens sitzt er dann drin und ich auf seinem Schoß: auch in Ordnung!
 
Alles in allem passt das schon ganz gut mit meiner Familie. Die Kinder spielen viel mit mir und am tollsten ist das Familienkuscheln, wenn alle auf dem Sofa sitzen/liegen. 
Fremde Männer mag ich nicht besonders, vor denen habe ich Angst. Und die Hunde aus der Nachbarschaft habe ich erst einmal alle angeknurrt, egal ob groß oder klein. Muss schließlich jeder wissen, dass ich jetzt auch hier wohne. Jetzt kommen wir gut miteinander klar. Nette Bande.  
Ich denke hier lässt es sich aushalten und glücklich werden, meine Familie ist es schon!   =)
 
Viele Grüße
Eure Penny


Liebes Pfotenhilfe Team,

 

Am 16.September ist der kleine Pogo aus dem Tierheim Kecskemet zu uns gekommen. Er trägt jetzt den Namen Nilo.

 

Er war von Anfang an sehr verspielt und hat sich riesig gefreut. Von Angst war keine Spur zu erkennen. Nur bei Fremden ist er etwas schüchtern und vorsichtig. Nilo ist sehr schlau und hat schon in kürzester Zeit sehr viele Kommandos gelernt. Schon nach zwei Wochen konnten wir ihn von der Leine lassen. Nach einer Woche war er schon stubenrein. Nilo ist total verspielt und liebt es mit anderen Hunden zu spielen oder einfach gekrault zu werden. Ihm macht es super viel Spaß schwimmen zu gehen oder über die Wiesen zu toben.
Er hat sich in kürzester Zeit super bei uns eingelebt.

 

Wir würden ihn niemals missen wollen. Nilo ist ein wunderbarer Hund mit einem tollen Charakter.

 

Vielen Dank für diesen tollen Hund und ganz liebe Grüße,
Lisa Marie & Heinrich


Fredo war im Tierheim Kecskemet in Ungarn und hat nun sein neues Zuhause in Südfrankreich. Im Mai 2017 schreibt sein neues Frauchen nachfolgenden Bericht:

 

 

Anfang Februar ist Fredo aus Ungarn zu mir gekommen.  Nach einer stundenlangen Zugfahrt sind wir dann endlich bei mir Zuhause, in Südfrankreich angekommen! Er hat alles tapfer mitgemacht und sich kein einziges Mal beschwert und das, obwohl ich eine Fremde für ihn war. In der ersten Woche war er noch etwas unsicher gegenüber neuen Menschen und der neuen Umgebung, das hat sich aber dann mit der Zeit auch schnell gelegt. Er war von Tag eins an sehr anhänglich, möchte am liebsten den ganzen Tag gekuschelt werden. Er hat sehr schnell alle möglichen Hundekommandos verstanden und ich konnte ihn nach ein paar Tagen schon von der Leine lassen!
Er liebt es über Wiesen zu rennen und könnte ewig lang an ein und derselben Blume schnuppern und geht gerne ins Wasser. Jetzt, da es warm ist, sind wir ganz oft am Strand, was er auch sichtlich genießt.  

 

Ein Kettenhund der endlich seine verdiente Freiheit hat!!!


Vielen Dank für die Vermittlung dieses tollen Hundes, ich möchte ihn nicht mehr missen!

 

Liebe Grüße, 
Marlene


Duke fand in Nanni eine richtige Freundin

 

Duke war ein verschüchterter ängstlicher Hund in der Tötung Kecel. 

Hier in Deutschland hat sich sein neues Herrchen sofort in ihn verliebt. Nun musste seine Hündin Nanni nur noch diese Liebe teilen. Also haben sich die beiden in Ruhe vorher kennen gelernt und da "die Chemie stimmte" durfte Duke zu Nanni und seinem neuen Herrchen Michael ziehen. 

 

Das schreibt Michel im Januar 2017 nach einer Woche mit Duke:
"Er hat sich super eingelebt, das einmal vorweg. Er versteht sich großartig mit Nanni und kuschelt sich manchmal so tief unter ihr Fell, dass man seinen Kopf gar nicht mehr sieht. Duke ist total schmusebedürftig und lässt ich gerne ausgiebig streicheln. Wenn sich Nanni draußen im Garten gewälzt hat und ich sie abtrocknen muss kommt er gleich an und will auch trocken gerubbelt werden, auch wenn er gar nicht nass ist. Er frisst auch nicht mehr so hektisch weil er jetzt weiß, dass er immer zuerst gefüttert wird und Nanni frisst sowieso lieber im Garten. Er geht auch, das wundert mich am meisten, auf Besucher zu und lässt sich sofort kraulen, nur bei Männern hält er etwas Abstand, aber er versteckt sich nicht sondern legt sich 1 - 2 Meter entfernt hin und beobachtet. Er liebt Schnee, hat bei den Spaziergängen aber noch etwas Angst, aber das legt sich immer mehr. Er geht dann ganz dicht neben Nanni und sucht ihren Schutz. Trotzdem freut er sich auf seine Spaziergänge, geht mittlerweile super in seinem Geschirr, Er bleibt ohne Probleme mit Nanni 4 - 5 Stunden alleine und ist stubenrein.
Nachts liegt er mit Nanni auf dem Teppich vor meinem Bett, geht dann aber irgendwann ins sein Körbchen.
Als positiven Nebeneffekt lebt Nanni richtig auf und wird mit ihren zehn Jahren nochmal richtig munter, geht sogar abends wieder mit raus, was sie seit einem Jahr nicht mehr wollte."


Das Frauchen aus dem neuen Zuhause schreibt in Bundis Namen dem Pflegefrauchen in Ungarn:

 

Liebe Andrea!

 

Jetzt ist es aber an der Zeit, dass ich einen Brief an dich diktiere. Bisher war alles so aufregend, dass ich gar nicht dazu gekommen bin. Aber du musst nicht denken, dass ich dich vergessen werde, denn du warst immer so lieb zu mir. Und als ich weg musste von dir und gerade auch noch du mich in dieses Auto getragen hast, war ich schrecklich aufgeregt und verstand gar nichts mehr. Immer wenn dieses Auto kam und einige von uns abgeholt wurden, habe ich ganz genau gesehen, dass sie nie wieder zurück kamen. Und jetzt war ich dran. Ganz schrecklich und dann diese endlos lange Fahrt. Und dieser schreckliche Gestank. Wir haben nämlich alle entsetzlich gestunken.

 

Aber was mir dann passiert ist, ahnst du nicht! Nach vielen Stunden wurde ich von Andreas aus der Box gehoben. Freiwillig wäre ich nie raus gekommen. Ich hatte ja keine Ahnung, ob es nicht noch schlimmer kommt. Dann ging alles sehr schnell. Leine an mich dran und eine fremde Frau sprach mich freundlich mit meinem Namen an. Keine Ahnung woher die mich kannte. Ich rannte mit ihr los bis ich endlich eine ganz große Pfütze machen konnte. Das tat gut. Weil ich gar nicht trinken wollte, trug mich der Mann (den habe ich vorher gleich einmal angehopst, damit er nett zu mir ist, war er auch) in ein Auto, in dem die neue Frau schon saß. Sie streichelte mich, was mir ja immer sehr gefällt und so wurde ich ruhiger und mochte nun endlich etwas trinken. Oh, hatte ich einen Durst.

 

Und nun wirst du staunen. Ich habe jetzt ein Frauchen und ein Herrchen und ich bin ihr Hund. Wir haben ein Grundstück. Ich liebe es. Ich habe schon ein paar wunderbare Plätze entdeckt, die ich sehr bevorzuge, wenn es warm ist. Ich kann mir unter den Sträuchern und Büschen kleine Kuhlen buddeln und dann liege ich kühl und wunderbar. Das Haus war ein Problem. Aber ganz vorsichtig habe ich mit jedem Tag mehr kennengelernt. Jetzt habe ich alle Räume inspiziert, auch die Spiegel erschrecken mich nicht mehr. So ein Betrug, man sieht einen Hund, der riecht aber nach gar nichts. Also muss ich mich auch nicht fürchten.

 

Seit vorgestern liege ich abends auch im Wohnzimmer in einem gemütlichen Hundebett. Bisher hielt mich eine Kiste in diesem Raum ab, auf der große Köpfe von Menschen mit Stimmen zu sehen sind. Als ich sie aber ganz mutig angeknurrt habe, passierte nichts. Na ja, dachte ich, wenn mein Frauchen und mein Herrchen keine Angst haben, will ich es auch mal wagen. Und siehe da, alles ist gut.

 

Ach ja, das hätte ich fast vergessen dir zu erzählen. Wir gehen jeden Tag ein paar Mal spazieren. Ist das toll! Sie haben ja Zeit, denn ich bin ihr einziger Hund. Das Gehen an der Leine klappt manchmal schon gut. Aber dann bin ich wieder so aufgeregt und flitze plötzlich los. Aber meine Herrschaften meinen, das hat bisher jeder Hund gelernt. Ich krieg das auch hin. Sie halten mich für ausgesprochen klug.

 

Manchmal bekomme ich einen Flitz (so sagt es Frauchen). Dann renne ich voller Freude ganz schnell durch den Garten und drehe lustige Kreise.

 

Also, mein neues Leben ist wunderbar. Man kann sich dran gewöhnen. Ich bin immerzu so fröhlich, weil ich es so schön habe. Die Steicheleinheiten gefallen mir auch und das Bürsten meines Felles genieße ich. Ich revanchiere mich allerdings immer und gebe viele Küsschen.

 

Heute haben wir es sehr warm. Und ich will mich jetzt wieder auf die kühlen Fliesen gleich hinter der Haustür legen. Dort ist es angenehm und keiner kommt an mir vorbei, ohne gesehen zu werden.

 

Für heute grüße ich dich und die nette Frau Schleich-Wolf und die anderen alle und auch die Hunde. Ich lass mal wieder von mir hören. Aber noch etwas ganz wichtiges: Ein dickes Dankeschön und viele Küsschen für alle Liebe und besonders dafür, dass du mich von dieser schrecklichen Kette befreit hast!

 

Ein fröhlicher Hopser und ein wau-wau,

dein lieber Bundi

 

NS.: Wie findest du meine neue Frisur? Deine Meinung ist mir nämlich wichtig.


Hallo zusammen. Ich habe mich mal an den Rechner von meinem Menschen geschlichen und melde mich mal aus meinem neuen Zuhause. Alles ist noch sooo aufregend und neu. Das Essen ist gut aber es könnte ruhig etwas viel mehr sein, dann fang ich mir eben eine Spinne für den kleinen Hunger zwischendurch.

Ich kann mich prima an meinem Pflaster kratzen, trotz Tröte am Hals, mein Mensch schimpft dann immer, überhaupt, ich darf keine Vögel jagen, Eichhörnchen schon gar nicht, und auf ihren Händen rumkauen lässt sie mich auch nicht. Manno!
Dafür habe ich schon drei Trockentücher und 5 Stofftiere zerlegt, das macht Spass, nur die Reste sucht die Olle mir immer aus dem Hals. Menschen sind schon komisch. Morgens gehen wir immer in den Wald , so gegen 7, das ist toll, da riechts nach Häschenpups und Wildschwein, ich hab die Nase immer am Boden oder hoch in der Luft. Toll! Toll Toll!


Ich muß auch morgens immer gaanz dringend, und ich kann schon wieder eine Wurst, da freut sich mein Mensch- wie albern! Mehr Fotos gibt's noch nicht von mir, weil ich immer in die Kamera krieche und sie ablecken will, aber da arbeiten wir noch dran. Beim Schuhe anziehen helfe ich auch und heute habe ich zum ersten Mal etwas gespielt.

Die anderen Hunde, hier sind ganz schön viele, manche mag ich, manche knurre ich ganz doll an, dann gibt's immer Mecker. So langsam bekomme ich etwas von der Umgebung mit und renne zu dem Menschen , wenn Besuch am Gartentor erscheint, aber gebellt habe ich noch nicht, das traue ich mich noch nicht so recht. Mein Mensch sagt innmer, ich könnte gar nicht bellen- mal sehen.

Ich habe zweigroße Betten von meinem Vorhund, eins steht im Hundezimmer(Exbüro) und eins im Schlafzimmer. Immer wenns mir zu viel wird gehe ich ins Hundezimmer und ruhe mich etwas aus.
Heute abend bin ich zum ersten Mal freiwillig ins Schlafzimmerbett gegangen- gar nicht so übel, aber wenn mein Mensch euch erzählt, ich würde scchnarchen--gar nicht wahr!!!!
Jetzt bin ich müde, die Tasten sind auch viel zu klein. Sage Gute Nacht, freu mich schon aufs Frühstück.

Eure Kyra


Es war Liebe auf den ersten Klick - sozusagen.

 

Aber kurz vorweg. Im Juni mussten wir uns von unserer geliebten Kira verabschieden. Sie war fast 14 Jahre alt und bekam dann noch einen Schlaganfall. Danach war sie nicht mehr die alte Kira und nach wochenlangem Überlegen haben wir sie dann über die Regenbogenbrücke schicken müssen.

 

Danach, vielleicht um mich ein wenig abzulenken, schaute ich mir zu vermittelnde Hund im Internet an . Eigentlich wollte ich noch gar keinen anderen Hund. Kira war noch viel zu gegenwärtig. Aber dann sah ich Paige auf der Seite der Pfotenhilfe Sauerland. Ich wußte sofort, dass sie es war. Jetzt musste nur noch mein Lebensgefährte Thomas überzeugt werden. Er war da nicht ganz so enthusiastisch wie ich. Jedenfalls nahm ich sofort mit der Pflegestelle Kontakt auf und wir konnten die kleine Maus bald besuchen. Mit ihrem unglaublichem Charme hat sie binnen von ein paar Minuten auch Thomas überzeugt.

Und flux, einen Tag später ist sie bei uns eingezogen und endlich hat auch unser kleiner Benni wieder eine neue Gefährtin.

Inzwischen ist sie 3 Wochen bei uns und wir haben keine Minute bereut.

Wir danken der Pflegestelle für die gute Vorarbeit, Paige hört jetzt schon perfekt.

Liebe Grüße an alle, die sich einen Hund aus der Vermittlung nehmen und an die Pfotenhilfe Sauerland

Dörte und Thomas mit Benni und Paige

 


Das schreibt die Pflegestelle zum Abschied von Samu

 

Lieber Samu!


Jetzt sind es 3 1/2 Wochen her, dass ich Dich bei der Pfotenhilfe abgeholt habe. Voller Angst, voller Misstrauen habe ich Dich gegen Deinen Willen aus der Ecke gezerrt.
Nach und nach hast Du gemerkt, dass es mit Boomer, Fin und mir gar nicht so schlecht ist, Pflegehund zu sein.

Und es war jeden Tag aufs Neue ein Erlebnis:
Halsband / Geschirr anziehen, spazieren gehen (was ist das?), Treppen laufen, Auto fahren...
Und dann kam der Tag, als Du mich beim Spazieren gehen nicht mehr skeptisch angeschaut hast, die Rute voller stolz schön hoch getragen hast und sogar Dein Beinchen gehoben hast!

Nie werde ich den Moment vergessen, als ich nach Hause kam und ihr 3 Jungs mir entgegengekommen seid... Alle 3 schwanzwedelnd! Du hast Dich selber erschreckt: "was ist denn das? Ich kann wedeln? Ach wie schön! Ne, darf ich das?" Und Deine Augen strahlten.



Heute durfte ich Dich zu Deiner neuen Familie bringen. Es war Liebe und Vertrauen auf den 1. Blick!
Ich wünsche Dir und Jürgen und Simone F.-F.  sowie Deiner neuen Hundefreundin Lucy von ganzem Herzen alles Liebe und ein langes, glückliches Hundeleben!
Es hat ja schließlich gerade erst begonnen...

Alles Liebe und DANKE für Dein Vertrauen ❤
Patrizia mit Boomer und Fin


Damia (Frieda) ist eine von über 25 Berger des Pyrenees, die sogenannten "Jungen Wilden" die im Mai 2016 gemeinsam auf den Schutzhof kamen. Wer mehr über die Lebensumstände dieser Hunde in Ungarn wissen möchte kann die im Reisebericht Febr.2016 nachlesen. Viele dieser Hunde waren sehr zurückhaltend und scheu, liessen sich nur schwer anfassen. Ihr Vertrauen zu gewinnen war eine große Herausforderung. In einer Familie angekommen änderte sich ihr Verhalten dann aber schnell. Nachfolgend die Erfahrungen aus der Anfangszeit vom neuen Frauchen von Damia:
 
Die ersten Tage von Damia im neuen Zuhause
Damia ist nun seit 2 Wochen bei uns und sie macht täglich Fortschritte. Anfänglich war sie sehr ängstlich und zurückhaltend, ließ sich kaum anfassen. Sie machte ihren Namen (Damia ist französisch und bedeutet so viel wie *ungezähmt*) alle Ehre.
Eagle war und ist ihr eine große Hilfe bei der Sozialisierung. Sie hat schon soviel erlebt und gelernt in den zwei Wochen. Sie bekam eine neue Frisur und war danach wie ausgewechselt..als wenn ihr mit dem Fell ein Stück Vergangenheit genommen wurde. Sie lässt sich jetzt ohne Probleme anfassen, Geschirr und Leine hat sie aktzeptiert und liebt lange Spaziergänge. Autos, Fahrräder, Mopeds sind für sie schon kein Problem mehr. Fremde Menschen und Hunden gegenüber ist sie noch etwas zurückhaltend, doch auch das wird von Tag zu Tag besser. Ihre Neugier ist einfach größer, so dass sie ihre Unsicherheiten dadurch verliert. Damia hatte am Anfang eine Blasenentzündung die wir Tierärztlich behandeln ließen. Anfang dieser Woche hatte sie leider einen Rückfall, so dass wir erneut den  Tierarzt aufsuchen mussten. Diesmal wollte ich auf Nummer sicher gehen und ließ zusätzlich zur Urinprobe auch eine Blutuntersuchung machen. Die Urinprobe ergab, dass sie jede Menge Struvitkristalle in sich trägt, welche jetzt mit Spezialfutter angegangen werden. Die Blutuntersuchung war in Ordnung nur die Nierenwerte waren nicht so gut, so dass wir mit ihr zur Ultraschalldiagnostik zu einem Spezialisten überwiesen wurden. Der Termin war heute und ist gut verlaufen. Damia ist organisch (Nieren, Leber, Blase etc.) kerngesund. Die Stubenreinheit klappt beim großen Geschäft sehr gut, aufgrund der Blasengeschichte wird das kleine Geschäft stubenreintechnisch noch etwas auf sich warten lassen müssen, doch das ist ok für uns, denn wir wissen ja woran es liegt.
Damia war schon einmal in der Hundeschule und hat mich dort positiv überrascht. Sie spielte im Freilauf mit den Hunden und kam auf Zuruf zurück. In der Wohnung ist sie ein richtiger Wirbelwind. Sie tobt, liebt es wenn sie sich eine Futterration am Tag erarbeiten muss (Intelligenzspielzeuge) und das allerliebste sind Kauknochen egal welcher Art.
Vor Gewitter hat sie im Gegensatz zu unserem Eagle überhaupt keine Angst.


Den nachfolgenden Bericht von Hanni haben wir ausgewählt, damit Bewerber sehen können, das ein Hund aus dem Tierschutz auch besondere Fähigkeiten haben kann, der Mensch muss ihm nur die Möglichkeit geben, diese auch zu zweigen: 

 

Ein Jahr mit Hanni
Liebes Team der Pfotenhilfe Sauerland,

am 14.06.2015 wird es nun ein Jahr, dass Sie uns Hanni aus Bonyhád gebracht haben. Wir sind überglücklich mit ihr und Ihnen, insbesondere Frau G. und den Mitarbeiterinnen in Ungarn, sehr dankbar, dass wir so ein tolles Hundemädel bei uns haben.
Hanni ist unerschrocken, freundlich mit jedem Menschen, egal welchen Alters und sie liebt Hunde über alles. Mit ihrem Charme wickelt sie jeden um ihre Pfote. Sie begleitet mich bei meiner Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin und macht es so jedem Kind und mir leichter in den ersten Gesprächen schnell die Atmosphäre aufzulockern. Dabei hat sie von Natur aus ein therapeutisches Geschick, mit genau der richtigen Energie auf die Kinder zuzugehen, bei vorsichtigen, ängstlichen Kindern bleibt sie ganz ruhig und abwartend, bei wilden Kindern blödelt sie gerne mit. Und genau so geht sie auch mit anderen Hunden um, bekommt so fast jeden zum Spielen, auch ältere Kaliber, die laut ihren Besitzern sonst nie spielen.
Sie ist ausgesprochen schlau und lernfähig, was es uns einerseits leicht macht, ihr neue Dinge beizubringen oder sie verstehen zu lassen, was wir nicht wollen. Andererseits hat sie auch immer schnell raus, wie sie sich nicht so genau an Sachen halten muss :-). Aber sie ist ja auch noch ein Hundeteenager, da müssen wir jetzt gerade eben durch. Insgesamt muss man aber sagen, dass sie Zuhause völlig unkompliziert ist, nur im Wald kommen eben die Instinkte durch. Ihre Nase ist unglaublich gut und wir bemühen uns, ihr mit Suchspielen und Agility Alternativen zu bieten. Klettern kann sie auch sehr gut, weshalb wir es sehr genießen mit ihr wieder eine Begleiterin zu haben, mit welcher man ganz wunderbar Wanderungen, auch über schwierigere Pfade, machen kann.
 Hanni ist unsere erste Hündin, die wir, ohne sie persönlich kennengelernt zu haben, bei uns in der Familie aufgenommen haben. Wir hatten schon auch Bedenken und Sorgen, ob wir es wagen sollten. Jetzt wissen wir, dass alles unbegründet war!