Tierschutzverein Pfotenhilfe Sauerland

Hier veröffentlichen wir einige Geschichten/Erfahrungsberichte/Schilderungen die wir per Mail zugeschickt bekommen. Weitere Glücksbilder finden Sie bei  "Zuhause gefunden" unterhalb des Bildblockes für das jeweilige Jahr


Ende September 2018

Hallo liebes Pfotenhilfe Team,

erinnert ihr euch noch an mich? Ich bin Tia, das kleine schwarze Strubbeltier das am 26.08.2018  mit euch aus Ungarn gekommen ist. Das ist jetzt genau 4 Wochen her und seitdem ist ganz schön viel in meinem Leben passiert. Ich heiße jetzt nicht mehr Tia sondern Ylvi, weil meine neuen Leute Skandiavienfans sind und es unbedingt ein Name aus der Ecke sein sollte, außerdem habe ich viele kuschelige neue Schlafplätze bekommen aber mein liebster Platz ist auf dem Schoß meiner neuen Leute.Ich habe ganz neue Hobbys endeckt: Stofftiere verhauen, Obst essen, Auto fahren (am liebsten schaue ich dabei aus dem offenen Fenster)  und natürlich habe ich ganz viel Arbeit damit mein neues Rudel zusammen zu halten. Ich glaube die sind ganz schön froh das sie mich haben, denn die Stelle des Rudelführers war schon eine ganze Weile vakant. Nun ja, über die Sache mit der Dusche und den Häschen, die ich doch zum fressen gern habe, müssen wir noch reden. 
Ach wisst ihr noch das der Arzt in Keckemet gesagt hat ich sei schon 6 Jahre alt? Frauchen war mit mir bei der Tierärztin ihres Vertrauens und die sagt: never ever ist die von 2012. Sie schätzt mich auf höööchstens 2-3 Jahre.So jetzt wisst ihr das auch!
Ich hoffe ihr könnt noch vielen meiner ehemaligen Kumpels zu einem neuen Zuhause verhelfen, damit sie es mal so gut haben wie ich.!

Liebe Pia Lübke,
als Frauchen von Ylvi (früher Tia) muss ich mich auch noch einmal kurz zu Wort melden und mich für dieses knufflige Fellbündel bedanken. Seit sie da ist, ist wieder richtig Leben in der Bude. Sie ist sehr gelehrig und vom ersten Tag an stubenrein.  Auf ihren neuen Namen hörte sie schon nach kurzer Zeit  und wo die Leckerchen stehen und wann man sie bekommt , wusste sie auch ziemlich flott. In unserer Straße und in dem kleinen Park vor unserer Tür kamen wir uns die ersten Tage vor wie der berühmte Zalandoo Bote aus der Werbung.(ooooo ist die süüüüß) Die Hundekumpel dort kennen sie jetzt alle schon sehr gut und Ylvi hat auch schon aussortiert, wer zum spielen geeignet ist und wer nicht. Die Sache mit der Alterseinschätzung hat Ylvi ja schon selbst erwähnt und ich möchte noch hinzufügen, daß dieTierärztin die Pfotenhilfe für den perfekt ausgefüllten Impfausweis gelobt hat und auch das alle Impfungen volständig waren, das wäre nicht immer selbstverständlich.
Ich wünsche ihnen noch lange Freude an dem was sie tun und auch viel Kraft dafür, damit noch viele nette Fellnasen neue Familien finden
 
Mit lieben Grüßen aus Köln
Claudia H.  und Familie


 

Liebe Leserinnen und liebe Leser! Liebe Freundinnen und Freunde der Pfotenhilfe Sauerland!

Am 12. September ist es schon sechs Monate her, dass unsere Reni (damals hieß sie noch Rendi) hier bei uns im äußersten Norden Flensburgs ankommen ist. Es ist also an der Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und einen Erfahrungsbericht für alle abzugeben, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls einer Lakritznase aus Ungarn ein neues Zuhause zu geben. Reni kam nach Angaben der Pfotenhilfe Sauerland als fünfjähriges Mädchen zu uns. Hundekenner und der Tierarzt haben diese Alter jedoch auf wohl zweieinhalb bis drei Jahre nach unten korrigiert.

Über die ersten Tage in ihrem neuen Zuhause hat Reni ja schon selbst berichtet. Den Artikel kann man ja hier auf den Seiten der Pfotenhilfe Sauerland lesen. Jetzt melde ich mich zu Wort: Wer ich bin? Ich bin Totte, 57 Jahre jung und Renis neuer Papa. Papa? Wäre nicht das Wort Herrchen angebrachter? Nein, meine Frau Susanne und ich betrachten Reni nicht als bloßes Haustier. Die Kleine ist in Windeseile zu einem Familienmitglied geworden: Zu unserem Fellkind.

Reni und wir mussten uns nicht zusammenraufen. Reni passte von Beginn an wie das fehlende und lange gesuchte Puzzle-Teilchen in unseren manchmal chaotisch anmutenden multikulturellen Haushalt, in dem immer die Kreativität an erster Stelle steht. Und Reni ist kreativ. Vom ersten Tag an hat sie ihr ganz persönliches Umfeld mitgestaltet. „Wohin mit den leckeren Knochen? Wohin mit meinen Stofftieren? Wo genieße ich beim Fresschen und meine Kaulis am liebsten? Wo schlafe ich?“ Alle diese Fragen hat sie für sich allein beantwortet. Ihre Knochen finden sich: Überall. Ihre Stofftiere hat sie meist in ihrem Bettchen. Oder sie liegen in der Diele, weil sie dringend Hundemama und Welpenkinder spielen muss. Und geschlafen wird auf einer kuscheligen dicken Matte bei Mama am Bett. Und wenn Mama aus dem Haus geht, um Kaulis zu verdienen, wird der Schönheitsschlaf („Achtung! Plumps! Jetzt komme ich!“) auch in Papas Bett fortgesetzt. Wenn er noch schlafen sollte, wird sich angekuschelt („Rück‘ mal ein Stück, ich brauche Platz!“). Und Reni hat ihr eigenes Esszimmer: Das ist ein kleiner Teppich in der Diele. Von dort aus kann sie in fast alle Räume sehen und es entgeht ihr nichts! Das macht noch mehr Appetit: „Knurpsch, knurpsch, knurpsch!“

Reni ist sehr gelehrig. Es gab so viele Dinge, die sie nicht kannte, als sie in einer kalten Märznacht zu uns kam. Sie ist gegen Glastüren gelaufen, hielt unseren Fahrstuhl irgendwie für ein Werk des Teufels, sammelte draußen altes Brot und machte einen Bogen um jeden Besenstiel. Deswegen mussten auch wir lernen und ihr vermitteln, dass man eine Tür öffnen kann, dass der Fahrstuhl ungeheuer praktisch ist (wir wohnen im siebenten Stockwerk), dass immer genug Essen für sie da ist und dass ihr niemand ein Leid zufügt. Das hat sie alles dankbar begriffen. Reni wurde sehr rasch sehr zutraulich und extrem schmusebedürftig. Ihre Abende beginnen für sie meist mit einer Frage: „Auf wessen Sofa verbringe ich die nächsten Stunden? Bei Mama oder bei Papa?“ Wenn sie abends zum Couch-Potatoe wird und dabei stets die Hälfte eines breiten Sofas für sich beansprucht, genießt sie die Fellpflege. Mama sucht nach frischen Kletten und Papa striegelt Madame Flokati. Man hat ja auch als Hundedame sein Personal.

Unser Fellkind kommuniziert oft auf eine sehr bemerkenswerte Weise mit uns. Sie hat scheinbar verstanden, dass wir bei einer Frage am Ende eines Satzes die Stimme nach oben modulieren. Wenn wir zu Ihr sagen: „Reni, möchtest Du nach draußen?“ Dann antwortet sie in der Regel mit Lauten wie „Ououou?“ oder „Uaaa?“. Wer diese kleine Eigenart von ihr nicht kennt, vermutet zunächst ein Kunststück, das wir ihr beigebracht haben. Und wenn sich mehrere Menschen angeregt unterhalten, dann mischt sie sich kurzerhand ein: „Uaaa! Ouäää!“ Ihren Monolog kann sie eine halbe Stunde lang vortragen. Man muss aber aufpassen, denn hört man irgendwann ein fragendes „Uaaa?“, möchte sie nach draußen.

Trotz der Tatsache, dass Reni eine echte Feinschmeckerin ist, setzt sie kein Hüftgold an. Der Grund dafür ist, dass sie ihre Mama als persönliche Trainerin eingestellt hat. Täglich geht es bei Wind und Wetter an den Flensborg Fjord. Auf der deutschen und/oder der dänischen Uferseite wird gelaufen, gelaufen, gelaufen, mit anderen Hunden – darunter viele gute Freunde oder auch nur Zufallsbekanntschaften – getobt und gebalgt und ein Abenteuer nach dem nächsten erlebt. Am Strand kann man herrlich buddeln und Sachen finden, die untersucht werden müssen. Und ausprobieren: So ist Reni wohl der einzige Hund auf Gottes Erden, der Miesmuscheln vom Strand mag. Und zum Schluss wird sich in Algen und Seetang gewälzt. Reni riecht danach zwar wie eine ganze Fischgroßhandlung. Aber kleine Tüdel-Terrier dürfen das.

In der Nachbarschaft ist Reni der Star. Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer Vierbeiner. Aber keiner kann so süß und verträumt erfolgreich um Streicheleinheiten betteln. Und die anderen Fellnasen-Freunde freuen sich immer über einen kleinen „Plausch“ oder eine freundliche Rangelei. Zweibeiner gehen selten an Reni vorbei, ohne sie zu streicheln oder sich zu erkundigen, woher wir diesen lieben und schönen Hund denn haben. Hier entstehen auch kuriose Freundschaften: Im Nebenhaus wohnt ein alter Herr aus Ungarn, der jeden Tag mit seinem Rollstuhl unterwegs ist. Als er hörte, dass auch Reni aus Ungarn stammt, erzählte er ihr etwas in seiner und Renis Muttersprache. Reni wedelte dabei mit dem Schwanz und legte den Kopf mal auf die eine, mal auf die andere Seite. Ich habe nicht verstanden, worum es ging. Aber es muss für Reni eine schöne Geschichte gewesen sein.

Reni war von Beginn an stubenrein, liebt es aber, mit nassen und matschigen Beinchen in die Wohnung zu stürmen, um ihrem Papa zu zeigen, wie toll sie draußen getobt und gebuddelt hat. Und sie ist ziemlich entsetzt, wenn man sie ganz beherzt greift und in die Wanne verfrachtet: „He, was soll das? Die Matschkruste habe ich mir ehrlich erarbeitet!“

Unser Fellkind musste Regeln nicht erlernen, sie hat sie – so komisch es klingt – irgendwie einfach beachtet. Es wird nichts kaputt gemacht, sie bellt nicht die Nachbarschaft zusammen und sie lässt Mama und Papa schlafen. Ein dickes Lob bleibt bei ihr immer im Gedächtnis. Grundkommandos hat sie nie gelernt. Kein „Sitz!“ oder „Platz“ muss sie von uns hören. „Wartest Du mal gerade, Schatz?“ kommt bei ihr viel besser an. Auch einen Hund kann man anti-autoritär erziehen.

Da wir gerade das Wort „Schatz“ verwendet haben: In der dänischen Sprache gibt es ein Sprichwort, das da heißt „Liebe Kinder haben viele Namen“. Und Reni weiß, dass sie gemeint ist, wenn wir „Prinzessin“, „Tüdelchen“, „Mausezahn“ oder andere Kosenamen benutzen. Auch auf Dänisch versteht sie alle lieben Worte.

Reni hat unser Leben auf den Kopf gestellt: Ausflüge und Reisen werden jetzt anders geplant, denn Wauzi soll immer mitkommen dürfen. Restaurantbesuche sind kein Problem, da sie sich vom ersten Tag an bei unserem Lieblingsgriechen hervorragend benommen hat und auch andere Restaurants in unserer kleinen Großstadt Hunde willkommen heißen. Und selbst im Antikladen wuselt sie durch die Gänge, ohne etwas umzuwerfen.

Uns gibt es nichts mehr ohne Reni. Das Rudel gehört zusammen! Ein Hund ist nicht erwünscht? Dann kommen wir auch nicht. Hat jemand, der uns besucht, etwas gegen einen Hund neben sich auf dem Sofa oder Hundehaare auf dem Teppich? Dann ist er kein netter Gast. Und Reni hat ebenfalls einen guten Instinkt, um bei Menschen zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Reni hat einen wunderbaren Lehrer: Das ist Tobi, ein inzwischen elfjähriger stämmiger Terrier, der ebenfalls über die Pfotenhilfe Sauerland in den Norden kam und bei einer guten Freundin der Familie lebt. Tobi kommt oft zu Besuch, wenn seine Mama einmal nicht vor Ort ist. Während Reni ein kleiner Wildfang ist, ergänzt Tobi ihr Verhalten als die Ruhe selbst.

Für mich als Schwerbehinderter ist Reni ein Glücksfall: Sie ist mein Therapiehund, sitzt gern stundenlang mit mir auf einer Gartenmauer und sie hat sich von Beginn an meiner Geschwindigkeit angepasst: Sie läuft an ihrer Flexi-Leine einige Meter vor, dreht sich dann um („Ist Papa noch da?“, „Ououou?“) und wartet auf mich. Sitzen wir dann auf unserem Lieblingsplatz, stellt sie ihre Vorderpfoten auf meinen rechten Oberschenkel und ist glücklich mit mir auf Augenhöhe. Und sie achtet darauf, dass ich vor dem Gassigehen auch meine Gehhilfe nicht vergesse.

Ich kann jedermann einen kleinen Streuner aus Ungarn empfehlen. Der Hundehalter in spe muss aber auch wissen, dass sich sein Leben ändert. Einen Hund kann man nicht in die Ecke stellen wie ein Rennrad oder ein Paar Fußballschuhe. Und es muss auch das Geld da sein, um die Hundesteuer, die Versicherung, den Tierarzt, dass Fressen und die Aussteuer zu bezahlen. Eine Reihe von Sachen kann man mit einem Hund nicht unternehmen. Dafür öffnen sich Hunderte von Türen in eine neue Welt: Eine schönere, liebenswerte und bessere Welt. Wer einen Hund wie Reni hat, der hat eine treue Freundin, bis irgendwann in ganz ganz ganz ferner Zeit die Regenbogenbrücke in Sicht kommt. Ein Leben ohne Hund, also ohne Reni, das steht für mich und meine Frau unumstößlich fest, wäre ohne Farben, einfach nur trist, langweilig und grau. Wir lieben Reni über alles und sind der Pfotenhilfe Sauerland so unendlich dankbar!


 

Hubas Reise

Die Ankunft

Hubas Reise beginnt am 29. April 2018, einem vorsommerlich warmen Sonntag, als sich der Transport der Pfotenhilfe Sauerland auf den langen Heimweg von Ungarn nach Bredelar macht.

Zumindest ist dies der Zeitpunkt, von dem an wir Hubas Reise mitverfolgen können.

Über seinen Weg davor können wir nur spekulieren. Es heißt, er habe zusammen mit seinem kleineren Bruder auf einem Hof in Ungarn gelebt, bevor beide im Dezember 2017 im Tierheim in Kekcemet abgegeben wurde.

Wahrscheinlich hat er nie ein Haus von innen gesehen und ebenso wahrscheinlich war es sein erster Spaziergang an der Leine, als Pia von der Pfotenhilfe ihn aus dem Zwinger holte und rund um das Tierheim ein paar Schritte zu gehen. Ein erstes Stück große weite Welt und der Beginn einer großen Reise ins Ungewisse – für beide Seiten.

Denn jetzt ist die Entscheidung gefallen: ein Ja zu Huba, ohne Netz und doppelten Boden ohne Hintertür und Rückgaberecht bei Nichtgefallen, denn ein Hund ist schließlich keine Versandhaus- oder Online-Ware.

Eine Bauchentscheidung also, aber immerhin nach reiflicher Abwägung der eigenen Möglichkeiten und der Bedürfnisse des Tieres, der Rasse – wenn auch als Mischling: Herdenschutzhund. Und nach ausgiebiger Vorbereitung: ein Baby-Gitter wird zur Sicherheit im Flur installiert und unsere Freunde bauen einen hohen Sichtschutzzaun rund um die Terrasse und einen Teil des Gartens. Später soll die große Rasenfläche dazu kommen.

Sonntagabend also. Der Zeitpunkt seiner Ankunft wird herbeigesehnt. Die Aufregung steigt.

Ruhig bleiben. Ruhe, Sicherheit und Souveränität ausstrahlen. Atmen.

Und da steht er. Ein großer erster Moment. Ein ziemlich großer im Wortsinn: Huba hat eine Schulterhöhe von 75 cm, mit Kopf ist er einen Meter hoch. Ich bin 1,59m.

Huba ist erschöpft und durstig. Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichen wir sein neues Zuhause und wir machen einen kurzen Spaziergang durch Hubas neues Revier bevor wir ihn ins Haus bringen, so wie es Cesar Milan empfiehlt.

Dann führe ich ihn ins Haus, zeige ihm den Flur mit seinem ersten Liegeplatz und seiner Futterstelle, Küche und Wohnzimmer mit einem weiteren Hundebett. Ohne zu zögern vertilgt er bald darauf heißhungrig eine große Schüssel Reis, pürierte Möhrchen und Putenfleisch.

Wir verbringen den warmen Abend mit ihm auf der Terrasse – wo er einschläft.

Alle Überlegungen, ob wir ihn baden müssen und wie wir das am besten anstellen, lassen wir fallen. Es gibt wichtigeres.

Beziehungsaufbau

Wichtig ist jetzt Vertrauensaufbau. Aber auch Respekt – auf beiden Seiten. Von Anfang an Regeln installieren. Nein heißt nein. Betteln bringt nichts. Futterrituale.

Ruhiges Abwarten während der Futterzubereitung (calmandsubmissive) – Blickkontakt bevor der Napf abgestellt wird und dann Futterfreigabe sprachlich und durch ein Handzeichen. Ich möchte späteren möglichen Futteraggressionen bei einem ponygroßen Hund gerne von Anfang an vorbeugen.

Weitere Hausregeln:

Das Haus ist kein Hundeklo. Dreimal gibt es ein Malheur. Nach knapp einer Woche ist er stubenrein.

Aber er hat eine Blase und eine Darmkontrolle wie ein 15 Wochen alter Welpe (auch wenn er 15 Monate alt ist); wenn er gegessen hat, heißt es: Terrassentür auf! Bahnfrei! Und los geht´s.

Das heißt auch, Nachtwache bzw. Bereitschaftsdienst in den ersten Nächten. Statt Bett also das Sofa im Wohnzimmer. Das übernimmt Michael.

Den neuen Namen etablieren: Lukas. Am zweiten Tag reagiert er schon darauf. Aber er entscheidet immer noch gerne selbst, ob er ins Haus will oder nicht.

Ab sofort also nur an der Schleppleine in den Garten. Lernerfahrung: ich bin abhängig von meinen Zweibeinern und: zu kommen, wenn ich gerufen werde,  zahlt sich aus (Futter).

Nach einigen Tagen wieder Freilauf im Garten. Jetzt kommt er irgendwann immer rein.

Trotzdem bleibt er misstrauisch, wenn man ihn mit Futter locken will, so als wittere er eine Falle.

Also besser ein Spiel daraus machen, vom Garten wieder ins Haus zu gehen – irgendwann kommt er hinterher getapert.

Am dritten Tag ist er ganz angekommen und bewacht sein neues Heim mit tiefem, dunklem Bellen.

Liebe Einbrecher: don´tmesswithhim!

Jetzt nimmt er auch sein Hundebett im Wohnzimmer in Besitz – wenn es sich darin begeistert hin und her wirft, bebt das Parkett. Aber tief drinnen ist er noch ganz Welpe. Wirft die Stofftiere über seinen Kopf.

Und wenn er dann von sich aus zum Kuscheln kommt, geht einem das Herz auf.

Altlasten

Der erste Tierarztbesuch: Diagnose Ohrenentzündung und ein hot-spot, sonst alles soweit o.k.. Lukas lässt die Untersuchung tapfer über sich ergehen – die Tierärztin ist begeistert.

Jetzt sind täglich zweimal Ohrentropfen und Desinfektion des hot-spots angesagt – auch das lässt Lukas brav zu. Die hot-spots werden uns noch eine Weile zu schaffen machen.

Nach zwei Wochen ein Friseurbesuch – aus seinem verfilzten Fell wird ein ganzes Schaf herausgebürstet und ein weiterer Termin ist nötig. Erst danach kann er gebadet werden.

Fünf Wochen lang brauchen wir, um die letzten Filzreste heraus zu bürsten oder auch abzuschneiden. Danach wirft er nach und nach alles ab, was er an Haaren hat!

Da zeigt sich, wie wenig Hund tatsächlich unter dem vielen Fell verborgen war.

Beim ersten Tierarztbesuch wiegt Lukas 43 kg – das erscheint mir gleich viel zu wenig. Ich soll Recht behalten: überall sind die Knochen deutlich fühl- und sichtbar.

Auch Muskeln sind aufgrund des schlechten Ernährungszustandes und der fehlenden Bewegung kaum vorhanden. Er steht hinten viel zu tief im Knie – die Hüfte ist schwach. Beim Aufstehen rutscht er immer wieder weg.

Offensichtlich fällt es ihm auch schwer sich aufrecht hinzusetzen.

Und von dem beeindruckend riesigen Schädel ist ohne das viele Fell nur ein mageres Köpfchen übrig geblieben.

Trotz seines riesigen Appetits nimmt er nur langsam zu – immer wieder kommt es zu leichtem Durchfall. Das verzögert natürlich jeden Aufbau.

Wegen der Mikrofilarien geben wir auf Rat der Tierärztin vorsorglich alle vier Wochen (über einen Zeitraum von drei Monaten) advocate.

 

Metamorphose

Die ersten Besucher wollen ihn kennen lernen: Mann, ist der groß!

Lukas nähert sich vorsichtig an, wird aber zunehmend sicherer und zutraulicher, die ersten Mädels dürfen ihn flauschen.

Ein Meilenstein nach drei Wochen: ich rufe Lukas auf der Terrasse – er kommt und lässt sich die Pfoten sauber machen; das Leckerchen gibt es dann hinterher zur Belohnung.

Ein weiterer Meilenstein (für mich): ich gehe zum ersten Mal mit ihm allein sparzieren. Lukas läuft neben meinem Rollator her, als habe er das schon sein ganzes Leben lang gemacht. Die Leine hängt durch, Lukas reagiert auf die kleinste Korrektur. Wir begrüßen eine Nachbarin mit ihrem kleinen Sohn – vorsichtig beschnuppern sich Kind und Hund auf Augenhöhe. Eine freundliche Begegnung, so wie bisher auch alle Hundebegegnungen.

Lukas hat längst Freundschaft geschlossen mit den Hunden aus unserem Freundeskreis, er spielt sehr sanft mit den viel kleineren Hunden und lässt sie problemlos in sein neues Revier.

Seinen Garten bewacht er mit zunehmendem Selbstbewusstsein- vor allem bei Anbruch der Dämmerung. Hier ist er ganz Herdenschutzhund.

In der Wohnung ist er meist sehr ruhig; er weiß, dass er für den Empfang von Besuchern nicht zuständig ist- das regeln wir, so dass er nicht einmal bellt.

Aber, wer hätte gedacht, dass sich hinter dem so ruhigen, zurückhaltenden „Huba“ aus Ungarn ein richtiger Clown verbirgt. Regelmäßig kriegt Lukas Anfälle von Lebensfreude, hüpft wie ein Kaninchen, rast durch´s  Wohnzimmer, raus auf die Terrasse, in den Garten, wieder rein- und ich denke nur: hoffentlich kriegt er die nächste Kurve!

Seine Motorik ist deutlich besser geworden: sein Heck ist 5 cm höher, weil er jetzt gerade steht, Ausdauer und Koordination werden von Tag zu Tag dank Bewegung und hochwertigem Futter besser.

Er bekommt ein getreidefreies Trockenfutter mit sehr hohem Proteingehalt + Reinfleischdosen (meist von Lunderland, da diese volldeklariert sind, was die Inhaltsstoffe angeht). Von der Menge her fast das Doppelte bezogen auf die Fütterungsempfehlung laut Ettikett – verteilt auf zwei Mahlzeiten am Tag.

Zusätzlich bekommt er Biotin für Fell und Haut, Calcium für Knochen und Gelenke, Omega 3 Fettsäuren (Öl), Probiotika für den Darm und seit Kurzem Karotten-Pellets und Flohsamenschalen.

Beides wird 10 Minuten in Wasser eingeweicht und sieht aufgequollen aus wie Baby-Brei. Züchter schwören angeblich bei der Welpenaufzucht auf den Möhrenbrei, um Durchfällen vorzubeugen.

Es sieht so aus, als würden wir die Darmprobleme mit dieser Mischung jetzt gut in den Griff bekommen. Ein echter Tipp also - schließlich hat man nicht jeden Tag frisch gekochte, pürierte Möhrchen zur Hand.

Beim zweiten Tierarztbesuch hat er immerhin ein kg zugenommen. Und an seinen Flanken sind jetzt erste Muskeln spürbar. Wenn er einem jetzt mit seinen Bärentatzen anhaut, ist richtig Power dahinter.

Mit seinen Prankenhieben fordert er mit großer Vehemenz seine Streicheleinheiten ein. Im Liegen muss man aufpassen, dass man nicht k.o. geht.

(Vielleicht hätten wir ihn Rocky oder Bambam nennen sollen…)

Es ist die reine Freude zu sehen, wie er jetzt zusammen mit anderen Hunden ausgelassen spielt und über die Felder rennen oder durch unseren Garten toben kann.

Mit seiner zunehmenden körperlichen Fitness steigen logischerweise sein Energielevel und auch sein Selbstbewusstsein. Da Herdenschutzhunde naturgemäß dazu neigen, eigenständige Entscheidungen zu treffen, haben wir uns trotz langjähriger Hundeerfahrung entschieden, mit einem Profi an unseren Führungsqualitäten und an der Mensch-Hund-Kommunikation zu arbeiten.

Die erste Trainingsstunde bei „Erwin“ (eine Menge Cesar Milan und eine Prise Marin Rütter – was die Philosophie betrifft) liegt nun hinter uns.

Das erste Feedback fällt geschlechtsspezifisch aus: Michael muss lockerer, entspannter (Leinenführung) und zugewandter und freundlicher (beim Abrufen) werden und ich weniger zaghaft beim Korrigieren, wenn er neben dem Rollator läuft.

Die Reise geht weiter…

 

P.S. Habe ich schon erwähnt, dass Lukas ein toller Kerl ist? Das ist er wirklich – ein sanfter Riese mit viel Nachholbedarf in jeder Hinsicht – (nicht nur ernährungs-und bewegungstechnisch sondern) auch in Sachen Liebe. Er ist ein echter Kampfschmuser und damit tröstet er über den Verlust Nanuks, der acht Jahre lang mein bester Freund war, ein gutes Stück weit hinweg.

War es die richtige Entscheidung,  trotz  Muskeldystrophie, unbesehen einen riesigen Herdenschutzhundmix aus dem ungarischen Tierschutz zu adoptieren? Ja, das war es.

Was wäre wohl in Ungarn aus ihm geworden? Wahrscheinlich wären die Mikrofilarien unentdeckt und unbehandelt geblieben – irgendwann wäre er daran qualvoll gestorben.

Nicht auszudenken-


 

Buzz ist im Juni 2018 mit der Pfotenhilfe Sauerland nach Deutschland gekommen

 

Hallo liebes Pfotenhilfe -Team,
ich bin´s der lange, kleine, schwarze, strubbelige Buzz. Ich heiße jetzt Loki. So heißt der isländische Gott des Feuers, und ich habe hier schon einige Feuerwerke abgebrannt. 
Als ich letzten Sonntag hier ankam, durfte ich die ganze Wohnung abchecken, die Treppe zum ersten Stock habe ich erst mal ausgelassen, die ist mir auch immer noch nicht so ganz geheuer. Im Wohnzimmer stand dann auch gleich ein super kuscheliges Körbchen, da habe ich mich erst mal sofort rein gelegt. War mir doch sofort klar, dass das nur für mich dort hingestellt worden war.
Allerdings muss ich noch oft da raus springen, weil es hier so viele neue, ungewohnte Geräusche gibt, die ich natürlich dringend überprüfen muss. Abends liege ich dann oft ganz und gar kaputt in meinem Bett, weil ich den ganzen Tag hin und her gerannt bin und beschäftigt war. Irgendwann muss man die ganzen Eindrücke ja mal verarbeiten.
Ein paar größere Abenteuer habe ich auch schon bestanden: gleich am ersten Tag war ich mit meinem neuen Frauchen in einem Laden und habe mir Leine, Geschirr und Halsband ausgesucht, leider bekam ich auch eine Bürste, die hätte man auch ruhig dort lassen können. Als ich gerade dabei war, den Laden mal richtig durchzuchecken, lief uns auch noch die hauseigene Hundefriseurin über den Weg. Die hat mein Frauchen dann gleich beraten, was man Frisuren-und Haartechnisch so alles bei mir machen sollte und könnte. Ich glaube, da steht mir noch so Einiges bevor.:-[
Am zweiten Tag haben mich Frauchen und mein neuer Freund Niklas, das ist Frauchens ältester Sohn, gebadet. Das war nun wirklich total uncool, ich wollte eigentlich nur raus aus der großen Zinkwanne. Glücklicherweise hat Frauchen ein neutrales Hundeshampoo benutzt, so dass ich nicht zu gut rieche und dann immerzu niesen muss. Dann wurde ich mit einem riesengroßen Handtuch abgetrocknet, was dann in ein kleines Knabber- und Raufspiel überging. Danach bin ich wie ein geölter Blitz durch´s Haus gerannt um meine Zotteln zu trocknen. 
Meine Dummheiten? Na ja, am ersten Tag habe ich ein Bein vom Esszimmertisch markiert, aber es soll ja schließlich auch jeder wissen, dass das jetzt hier mein Zuhause ist. Ansonsten habe ich verdauungstechnisch alles bestens im Griff. Spaziergänge sind immer sehr interessant, weil ich dauernd neue Ecken kennenlerne, mit anderen Hunden beschäftige ich mich lieber etwas später.
Zwei Mal am Tag bekomme ich zu fressen, darauf freue ich mich immer besonders. Irgendwie habe ich aber trotzdem immer noch Angst, dass es nicht reicht, denn wie sollte ich sonst erklären, dass ich vergangenen Samstag das Brötchen von Frauchens jüngstem Sohn vom Esstisch geklaut habe. Meiner Meinung nach hat der es nicht mehr gebraucht, weil er aufgestanden war, um sich etwas zu trinken zu holen. Also, die Situation musste ich doch einfach ausnutzen.
Ach ja, bellen tue ich auch schon, wenn mir etwas auf die Nerven geht oder mich beunruhigt. Frauchen meint, das zeigt ihr, dass ich angekommen bin. Mein Vorgänger, der brave Karlie, hat das erst nach 6 Wochen gemacht, das hat mir Frauchen erzählt. So lange konnte ich einfach nicht meine Klappe halten. 
Ich glaube, alle hier mögen mich sehr, weil ich so ein kleiner Kobold bin, der den ganzen Tag tolle Einfälle und manchmal eben auch Dummheiten im Kopf hat. Meine Familie hier ist ganz o.k., ich werde schon echt viel gelobt, geknuddelt und geschubbert. Ich glaube, ich habe es gut getroffen und Frauchen möchte sich noch einmal bei allen bedanken, die ihr geholfen haben, dass ich den weiten Weg zu ihr gefunden habe.
Bis bald
Euer Loki

P.S. ein paar Fotos gibt´s auch. Frauchen findet es allerdings schwierig, mich zu erwischen. Hihi! am liebsten lasse ich mir die dicke Plautze kraulen.;-)


 

Anci ist Ende Januar 2018 in ihr neues Zuhause  gezogen, das schreibt ihr Frauchen Ende April 2018

 

Anci (jetzt Shila) endlich zu Hause angekommen - vom Angsthund zur Schmußebacke!

 

Sie war so ängstlich, als ich sie das erste Mal auf Bildern und Videos sah…und doch habe ich etwas in ihr gesehen, dass mich sofort verzaubert hat. Ich musste sie da herausholen, um ihr zu zeigen, dass die Welt auch ganz toll sein kann. Als Shila Ende Januar total verängstigt bei uns im neuen Zuhause angekommen war, hat sie einen ganzen Tag lang nicht einmal die Box verlassen, zu groß war der Kulturschock und wer sind überhaupt die ganzen fremden Menschen da draußen??? Das muss sie wohl gedacht haben. 

Gaaanz viel Zeit und Geduld hat es gebraucht, bis Shila sich uns gegenüber endlich komplett geöffnet hat. Sie war so traumatisiert, dass ewig lang an einen Spaziergang gar nicht zu denken war. Hatte Panik vor der Leine und Panik vor dem Geschirr. Aber reinlich ist die Black Beauty von Anfang an gewesen, so ist sie sofort auf das Hundeklo gegangen, welches wir in der Wohnung vorsorglich aufgestellt hatten. Immer wieder haben wir Sie mit der Box in den Garten getragen, dass sie sieht, draußen ist es noch viel schöner, aber an die gruselige Treppen die nach draußen führt, konnte sie sich nicht so recht gewöhnen. Allerdings Basics wie „Sitz“, „Platz“ und „Gib Pfötchen“ hatte sie schon nach 3 Wochen intus und eine Schmußebacke ist sie, Sondergleichen.

Endlich vor einigen Wochen dann, ist der Groschen gefallen bei ihr, nun muss man sogar Acht geben, dass sie nicht einfach vorrennt, wenn man die Tür öffnet. Sie geht Spazieren und läuft vorbildlich an der Leine. Zwar gibt es hier und da noch Dinge vor denen sie sich etwas fürchtet, aber sie ist schon viel selbstbewusster geworden und lässt sich zu Hause richtig fallen. Wir sind froh, dass wir so einen Goldschatz haben!


 

August kommt aus der Tötung in Kecel - Bericht vom April 2018

 

Mein erster Monat mit der neuen „Herde“

Mein Name ist Augustus („ der Erhabene“), der sanfte Riese. Ich bin ein Zentralasiatischer Owtcharka-Mix und seit einem Monat bei meinem neuen Herrchen und Frauchen. Schon die erste Begegnung war aufregend. Ich war am Wochenende vorher aus Ungarn geholt worden und ich habe die beiden am Montag in Bredelar zum ersten Mal gesehen. Sie hatten eine sehr liebevolle Ausstrahlung und ich bin vor Freude wild herumgesprungen und habe meine ersten Kuschelversuche gemacht. Das war ein voller Erfolg. Zum Glück hatten

sie keine Angst vor meiner Größe.

Am Anfang war im neuen Zuhause vieles ungewohnt für mich. Ich durfte in der Wohnung sein. Das kannte ich gar nicht. Und das neue Heim hat so viele steile Dinger, die meine Menschen „Treppen“ nennen. Die laufen dort rauf und runter, aber das traue ich mir noch nicht zu.

Aber springen kann ich! Vom Garten über den Zaun zwei Meter tief in eine große Wiese, die nach Schafen und Kühen riecht. Na ja, Herrchen war das, glaub ich, nicht so recht. Dabei hatte ich mich so bemüht mal unauffällig allein die Umgebung zu erkunden. Aber irgendwie hat er mich doch gesehen und sein Gesichtsausdruck war recht sonderbar. Ich habe ihn aber gut auf Trab gehalten bis er mich wieder eingefangen hatte. Zum Glück hat er nicht viel geschimpft, sondern mich geknuddelt, weil ich wieder da war. Am nächsten Tag hatFrauchen einen höheren Zaun angebracht. Mist!

Kuscheln mögen wir alle gern. Abends, wenn die Teller vom Esstisch geräumt sind, ist nämlich Schmuse- und Tobestunde. Wenn Herrchen mich krault lege ich meine Pfote auf sein Bein. Dann legt er seine Hand darauf. Wenn ich meine Pfote wegziehe und wieder nach oben lege, macht er natürlich weiter. Herrchen und Frauchen nennen das „Kartoffelstampf“. Das macht großen Spaß. Beim Toben zwicke ich schon mal ein wenig, das haben die beiden nicht so gern. Ich bin aber normalerweise sehr vorsichtig.

In der ersten Woche habe ich gelernt was „Sitz“, „Pfote“, „Aus“ und „Stop“ bedeutet. Mit Frauchen gehe ich oft joggen. Da habe ich richtig Auslauf in einer wunderschönen Gegend mit Wiesen und Feldern, mit Wäldchen und einem Rehgehege. Das gefällt mir sehr, auch wenn ich hinterher immer etwas müde

bin.

Ich glaube, im neuen Zuhause hab ich es gut getroffen und meine Leute mit mir auch. Wir sind alle sehr glücklich.


 

Bericht April 2018

Juli (jetzt Sia) - eine absolut verängstige Hündin aus dem Tierheim Kecskemet hat ihr Glück in Deutschland gefunden

 

Hallo liebe Leute, heute möchten wir euch ein paar Infos zu Sia geben, die kleine Motte kommt von der Straße, wer die Bilder von ihr vom Oktober 2017 kennt wo sie unter Juli vorgestellt wurde, kann teilweise nicht glauben das es ein und der selbe Hund ist..... Sie ist ein Hund mit einer sehr verletzten, ängstlichen aber auch mutigen Persönlichkeit und es war die beste Entscheidung die wir getroffen haben sie zu behalten. Eigentlich wollten wir nur Pflegestelle sein für die kleine Motte, haben uns für sie entschieden weil wir immer wieder auf die Website schauten und bei ihr hängen geblieben sind....dann ist es soweit gewesen, Vorprüfung etc. Und dann ging alles ziemlich schnell da noch ein Plätzchen frei gewesen ist beim Transport....dann war sie da, verängstigt aber immer freundlich....

Nach ein paar Tagen taute sie auf, das Rudel hat sie super aufgenommen und sie ist fester Bestandteil geworden.....nach und nach merkte sie Menschen können auch anders sein, sie fing an zu Vertrauen und somit ging alles sehr fix.... Mittlerweile läuft sie frei, kommt auf Abruf, freut sich wenn wir die Leine in die Hand nehmen, findet Auto fahren mega toll.... Fordert zum spielen auf und vieles mehr.... Und sie hat Potenzial und von daher darf sie öfter mit zur Rettungshundestaffel und dort die Menschen kennenlernen und die anderen Hunde und wer weiß wie ihre Zukunft mal aussieht.... Sie freut sich jedenfalls sehr wenn sie mit der Border Dame mit darf.


Mittlerweile ist sie auch an die Pferde gewöhnt, erst wollte sie alles Todesmutig vor den Pferden beschützen, hat aber schnell gemerkt das sie dazugehören und trottet wie ein alter Hase nebenher beim Ausritt.
Wir haben einen DNA Test machen lassen aus Neugier was alles drin steckt, vom Schäferhund, Chow Chow, Jack Russel Terrier, Ungarischen Hirtenhund und noch einiges steckt vieles drin womit wir nie gerechnet hätten.
Aber was drin steckt ist egal, was zählt ist ein Hund der einen Dankbarkeit zeigt und das tagtäglich.


Wir würden immer wieder einen Hund aus den Ausland nehmen um ihn ein Zuhause geben zu können, es sind wundervolle Tiere die ehrlich sind und jeder für sich hat seine Geschichte, wir werden nie die Wahrheit komplett erfahren können, werden vieles erahnen können aber wir können einer verletzten Seele die guten Seiten des Lebens zeigen und mit ihnen eine wunderschöne Zeit zusammen haben.

Jederzeit würden wir ja sagen für einen der Hunde, aber direkt als Endstelle, da wir potenzielle Pflegestellen Versager sind 😂😂😂

Liebe Grüße aus Witzenhausen


 
 
Hallo, mein Mane ist Rendi. Ich bin das fünf Jahre junge Terrier-Mix-Mädchen, das seit den frühen Morgenstunden des 12. März bei der Familie Hövelmann-Schulze in Flensburg wohnt. Mein neues Frauchen Susanne hat mich ja mit ihrem Auto im Sauerland abgeholt. Ich war so froh, sie zu sehen. Etwas Angst hatte ich nur vor der Transportbox, die aber fein ausgepolstert war, so dass ich die rund fünf Stunden Fahrtstrecke schlafen konnte.
 
In Flensburg, das liegt ganz im Norden von Deutschland, wurde ich dann auch von meinem neuen Herrchen Totte gleich an der Garage in Empfang genommen. Er hat mich lieb auf den Arm genommen und mich ins Haus getragen. Boah, war das toll! Wärme, ein Napf mit frischem Wasser und eine große Ration Futter: Das ist etwas für für mich. Und dann habe ich mich hingelegt und nur noch geschlafen ... A propos schlafen: Ich darf mir meinen Platz aussuchen, an dem ich gern liegen mag. Nachts liege ich auf einer kuscheligen Matte mit Decken und einer Schlummerrolle neben Frauchens Bett. Und tagsüber folge ich, wenn ich nicht draußen bin, dem Lauf der Sonne. Von morgens bis abends scheint die Sonne in eines der Zimmer. Und ich darf die Runde machen und mich auf ein Sofa legen, das gerade beschienen wird. Und ein Kuschelkörbchen habe ich auch. Das ist meine Burg.
 
Aber nun zurück zu meinem ersten Tagen in Flensburg: Ich durfte am Montag nachmittags mit Frauchen und Herrchen - die sich extra drei Wochen Urlaub genommen haben, damit ich mich eingewöhnen kann - in einen riesengroßen Heimtier-Bedarfsladen. Da bekam ich dann ein schuckes Geschirr und allerlei nützlichen Kleinkram. Ich durfte mir auch gesunde Leckerlis aussuchen. Miamm-miamm! Neben dem Laden ist das Haus des Tieraztes, den ich mit Frauchen auch schon besucht habe. Er sollte einmal nachschauen, ob alles mit mir okay ist. Jipp: Er sagte, ich sei kerngesund!
 
Total aufgeregt war ich am dritten Tag, als es an den Strand ging. Frauchen und Herrchen wohnen nämlich an der Flensburger Förde. Das ist ein großes Wasser, das zur Ostsee gehört. Hui, dort bin ich mit Tobi um die Wette gelaufen. Wer Tobi ist? Tobi ist auch ein Terrier-Mix (nur viel größer als ich), der auch aus Ungarn stammt, jetzt elf Jahre alt ist und ebenfalls über die Pfotenhilfe Sauerland an eine Freundin von Frauchen und Herrchen vermittelt wurde. Das ist aber schon einige Jahre her, als Tobis Frauchen noch in Kassel wohnte. Jetzt ist Tobi immer bei uns, wenn sein Frauchen einmal länger arbeiten muss. Wir verstehen uns prima!
 
Susanne und Torsten sind ganz stolz auf mich, weil ich doch so super stubenrein bin und fast jeden Menschen lieb begrüße. Ich überrasche sie manchmal mit Kunststücken, die ich in meinem früheren Leben gelernt habe: So kann ich einige Meter auf den Vorderbeinen lim Handstand laufen, falls sich meine Leine verheddert hat. Und dann hole ich mir Streicheleinheiten ab. In der Nachbarschaft wohnt auch Hermann, das ist ein vierzehnjähriger Mopsdackelpudelpinscher, der scheinbar ganz schön verknallt in mich ist. Wir treffen uns immer zum Gassigehen. An meinem ersten richtigen Wochenende haben wir die Familie von Frauchen und Herrchens Sohn in Dänemark besucht. In Dänemark sind wir ganz oft, das liegt nämlich nur um die Ecke. Bei unserem Familienbesuch war ich ganz lieb und das Enkel-Baby von Frauchen und Herrchen, das gerade erst fünf Monate alt ist, durfte an meinem Fell ziehen. Ich habe gut auf die Menschen-Welpe aufgepasst!
 
In meinem Tagesablauf fehlt nie der lange Strandspaziergang mit Frauchen. Herrchen war vor einigen Jahren einmal ganz krank. Deswegen kann er nicht mehr so schnell und so weit laufen. Er nennt mich immer seine kleine ungarische Prinzessin oder seinen Therapiehund. Wenn er mich sieht, ist er immer gleich ganz fröhlich. Abends sitze ich neben ihm auf dem Sofa und wir knuddeln.
 
So, das war erstmal mein Bericht über meine ersten Tage. Heute habe ich übrigens meine Steuermarke bekommen, die ich auch ganz stolz trage. Einige Fotos habe ich beigefügt. Der dicke Hund neben mir ist Tobi. Auf einem Bild bin ich mit Tobi und meinem Frauchen zu sehen. Und der dicke Mann, der mit mir auf dem Sofa sitzt, ist mein  Herrchen. Frauchen und Herrchen nennen mich übrigens Reni ohne das "d". Ich lebe in einer dänischen Familie: Und die Dänen verschlucken gern mal einen Buchstaben.
 
Es grüßt Euch Eure Rendi!


 

Im März 2018

 

Hallo,

ich möchte mich nach ca. 1,5 Wochen mit unserer neuen Mitbewohnerin mal melden. Am Sonntagabend und am Montag war sie recht aufgeregt, hat ihre tierischen Freunde vermisst. Wenn ein Hund aus der Nachbarschaft gebellt hat ist sie aufgesprungen und ist hin und hergerannt.

Ist ja auch kein Wunder, Freunde weg, ins Auto und 8-10 Stunden gefahren, Auto raus, ins andere Auto rein, wieder gefahren und dann in eine ganz neue Familie ("ganz neue und andere Kumpels"). Es ist ja alles ganz schön aufregend. Bei uns im Auto war sie anfangs sehr hippelig, habe sie mit einen leisen, langsamen und mehrmaligen Sch... beruhigt, ihr die Beine etwas nach vorne gezogen so musste sie sich hinlegen, habe die Beine etwas festgehalten und so lag sie eine ganze Weile. Nach einer Zeit nochmal das selbe, danach lag sie neben mir bis zu hause.

Wir sind zur Eingangstüre rein und hier geht es auch wieder raus, war auf diese Tür so etwas von fixiert wie noch nie. Sie hat die untere Etage kennengelernt, wir sind dann ins Wohnzimmer und so langsam wurde sie etwas ruhiger. Gegen 23 Uhr bin ich mit ihr raus und sie machte Pipi. Ich habe 3 Nächte im Wohnzimmer geschlafen, dachte wenn sie nochmal raus möchte habe ich noch Kleidung an, musste aber nicht. Das Hundekörbchen hat sie gleich in Beschlag genommen hingelegt und gut war es.

Montags haben wir die erste ruhige Gassirunde gemacht und ihr die Umgebung gezeigt, war sehr aufgeregt und hatte im Hinterkopf "wo und wie kann ich abhauen". Sie war nicht ansprechbar. Nach 3Tagen war es schon anders. Tochter und Enkel hatten am Montag Urlaub und sie konnte uns alle kennenlernen.

Zuhause übte ich "Sitz" und später "Casey schau" sie musste mich dabei ansehen und eine Keks war die Belohnung. Am Sonntag der erste Erfolg, nach "Casey schau" sah sie mich an und ein Leckerchen holte sie sich bei mir ab. Wir üben es jeden Tag und nach Casey schaut sie mich schon an und weis genau was es gibt. Sie lernt sehr schnell. Wir üben zur Zeit "Platz" und andere Spielchen die man eben so übt.

Die ersten Hundebekanntschaften haben wir auch schon gemacht. An einen Tag mit 1 Hund zwei Tage später mit gleich 4 Hunden. Mein Mann hatte die Casey an der Leine und ich bin auf das andere Herrchen bzw. Frauchen zugegangen und habe den anderen Hund gestreichelt und die Hundebegegnungen liefen wunderbar ab.
Am 3. Tag sah sie einen Fuchs und machte einen Satz nach vorne, hatten mächtig zu tun um sie zu beruhigen. Da waren wir froh, das wir ein Sicherheitsgeschirr  gleich gekauft hatten. Wir sind nur 2 fach gesichert, auch mit Halsung mit Stoppper und 2 Leinen, auch im Garten zur Pipirunde unterwegs.

Wir merken das sie immer ruhiger wird und sich einfügt. Wenn die Tochter und der Enkelsohn von der Arbeit nach Hause kommen ist Freude und Begrüßung angesagt. Streicheleinheiten sind das Größte für sie.  Im Haus ist sie ganz lieb und unkompliziert.
Wir sind froh, das wir uns für diesen Hund entschieden haben und natürlich auch von Euch bekommen haben.
Nochmals ein Dankeschön. Auch wenn sie etwas Jagdtrieb hat muss man daran arbeiten und vielleicht etwas länger an der Schleppleine arbeiten. Die zwei Vorgänger hatte auch Jagdtrieb.

Freundliche Grüsse von Familie E....

PS. der Name ist richtig für sie, bedeutet "Irisch die - Wachsame, die Aufmerksame."


 
Hallo Frau Lübcke,
nun ist Bogyo -jetzt heißt er Milo (engl.) schon 4 Wochen bei uns. Nachfolgend ein kurzer Bericht:  Er hat die Rückfahrt problem- und klaglos mitgemacht, ist dann von unser Boxerhündin Elli Zuhause positiv empfangen worden. Elli hat ihn praktisch schon am 2. Tag adoptiert.  Die beiden spielen und toben seitdem täglich miteinander und Elli mit ihren 10 Jahren ist wieder richtig aktiv geworden. Milo hört bereits sehr gut auf seinen Namen. Er hat sich innerhalb von ein paar Tagen so in unser Leben, unseren Rhythmus, unser Haus und die Umgebung eingefügt, als ob er nie woanders gewesen ist. Er ist neugierig und geht freundlich auf alle Menschen zu. Er hat nur panische Angst vor LkWs und schreckt vor jedem Auto zurück. Aber auch das hat sich schon gebessert. Was immer er in Ungarn erlebt hat, seinen Charakter hat das nicht negativ beeinflusst.
Wenn es ihm zu viel wird, zieht er sich tagsüber in seine Transportbox zurück, die wir zum Eingewöhnen erst einmal da gelassen haben. Dort schläft er auch nachts. Manchmal geht er aber auch in sein Körbchen. Elli hat auch schon ein paar Nächte mit ihm zusammen in der Transportbox verbracht. Milo darf bei ihr alles und nutzt das auch, indem er sie in die Beine beißt, an ihren Lefzen hängt und ihr die Ohren abkaut. Ansonsten zerren sie an einem Tau oder an anderen Dingen.
Auch mit unserer Katze kommt er gut klar. Er interessiert sich für sie, aber er jagt sie nicht. Alles wunderbar also. Ein Fragezeichen möchten wir allerdings hinter seine Altersangabe setzen. Sein Verhalten ist so welpenhaft, dass er aus unserer Sicht höchsten 1  bis 1 1/2 Jaher sein kann und damit meinen wir nicht, dass er noch nicht ganz stubenrein ist oder dass er noch nicht so recht leinenführig ist – das haben wir nicht anders erwartet und da sind wir auf einem guten Weg – nein, er zeigt Verhaltensweisen eines sehr jungen Hundes. Im Januar stellen wir ihn unserem Tierarzt vor, vielleicht kann dieser uns genaueres sagen. Wir sind ebenfalls schon mit zwei Hundeschulen in Kontakt. Bei Milo müssen wir bei 0 anfangen und da er auch eindeutig Jagdtrieb hat, denken wir, dass am Anfang professionelle Hilfe nicht schaden kann.
Fazit: Wir bedanken uns bei Ihnen für einen sehr lieben, sehr aktiven Hund, der gut zu uns passt und der dafür nach kurzer Zeit auch schon die Genehmigung zur Benutzung aller vier Sofaecken bekommen hat.
Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten und viel Kraft, Ihr Engagement weiterhin aufrecht zu erhalten.
Liebe Grüße
Meike und Rolf Kröger
 


 

Hey, ich bin´s,  Czuszka!

 

Ich heiße nun Tilla-Marie, weil es für mein neues Frauchen einfacher ist, diesen Namen auszusprechen. Kurz vor Weihnachten wollte ich mich doch noch mal bei Euch melden, um Euch mitzuteilen, wie es mir in meinem neuen Zuhause geht.

Seit Mitte September wohne ich nun in Erwitte zusammen mit meiner kleinen Schwester „Belli“, die alt und taub ist. Jedes Mal, wenn ich mit ihr spielen möchte, giftet sie mich an und gibt mir zu verstehen, dass sie mit diesem „Kinderkram“ nichts mehr „am Hut“ hat und ich ihr, ihrem Alter entsprechend, gefälligst Respekt entgegen zu bringen habe. Nun ja, ansonsten ist sie trotz dieses kleinen Spleens, eigentlich ok.

Da ich nie richtige Tischmanieren kennen gelernt habe, hat mich mein Frauchen dazu erzogen, nicht gierig mein Futter zu verschlingen, sondern auf ihr Hörzeichen „Nimm“ artig mein Essen langsam zu mir zu nehmen – eben, wie es sich gehört! Habe das Gefühl, dass sie mich auf Dauer in die, „high soucietey“ einführen möchte. „Adlerauge sei wachsam!“ wer weiß, was die noch mit mir vorhat!“?                                                                                                               Überhaupt, hier scheint man auf das 1x1 des guten Benehmens großen Wert zu legen. In Aas schubbern, is nicht; im Garten nach Mäusen zu graben, is nicht; auf dem Teppich Pippi zu machen, is nicht, usw.. Ich gebe mir ja bestimmt viel Mühe, aber so manches, was ich jetzt nun nicht mehr tun darf, verstehe ich einfach nicht. 

Aber, trotz dieser Macken, ist mein neues Frauchen wirklich eine Seele von Mensch, hat sie mir doch ein super weiches und schönes Körbchen bereitet. Trotzdem, ich schlafe doch  nun einmal sehr viel lieber in dem Körbchen meiner kleinen Schwester „Belli“, die als Yorkymädchen nicht viel Platz braucht. Mein Frauchen kann das nun gar nicht verstehen.

Fast täglich lerne ich mit ihr meine nähre Umgebung kennen. Auch nimmt sie mich auf Gängen in die Kleinstadt mit. Habe aber immer noch großen Respekt vor den vorbeifahrenden Autos. Da aber mein Frauchen immer so ruhig bleibt, habe ich auch weniger Angst. Soweit mein erster Bericht.

Hoffe, ihr habt in Eurem neuen Zuhause ähnlich gute Erfahrungen gemacht. Bitte denkt daran, in Deutschland ticken die Uhren halt anders, an die wir uns gewöhnen sollten bzw. müssen. Ich denke, mit Einfühlsamkeit und entsprechender Gelassenheit unserer neuen Familie können auch wir uns langsam an die neue Umgebung gewöhnen.

 

Bis zum nächsten Statement,

es grüßt Euch ganz herzlich,

gewedelt und gebellt

Eure

Tilla Marie

(Januar 2018)

Hallo Ihr Lieben,

ich bin`s, Tilla-Marie!

Wie geht es Euch? Seit meiner letzten Meldung habe ich viel erlebt. 

Irgendwann, mitten in der Nacht, da begann plötzlich wie aus dem Nichts eine fürchterliche Knallerei, von der ich wach wurde. Frauchen meinte, ich brauche keine Angst zu haben, der Krach käme vom Feuerwerk, was die Leute immer zu Beginn eines neuen Jahres veranstalten. Ehrlich, ich denke, dass ist eine ziemlich blöde Angewohnheit der 2-Beiner.

Ich muss Euch etwas verraten, denn ich weiß jetzt, wie ich meine kleine Schwester Belli ärgern kann: immer wenn Frauchen die Treppe nach oben geht, folgen wir ihr natürlich. Dann lege ich mich oben vor die oberste Stufe. Belli ist nicht so schnell und hopst langsamer die Treppe hinauf. Ich lächle sie dann freundlich an, nach dem Motto: „Oh, wolltest Du auch nach oben?“ Und Belli, diese Heulsuse, was macht die? Sie ruft dann nach Frauchen, die mich dann natürlich tadelt. Dabei wollte ich doch nur etwas Spaß haben.

Ich finde es immer total aufregend, wenn Frauchen mit uns ins Feld geht. Was kann ich da „Zeitung lesen“!  Ganz besonders toll finde ich, wenn uns dann Kollegen entgegen kommen. Ich muss dann ganz schnell zu ihnen, was Frauchen gar nicht gut findet, da ich immer, wie sie meint, zu sehr an der Leine ziehe.                                                                                                                       

Heute hat sie mich gelobt!!!!!!!! Habe ich doch ganz toll gelernt, wie man artig bei Fuß geht. Nur, mein Frauchen ist ja so fürchterlich langsam!  Sie behauptet zwar immer, sie würde im „zügigen Normalschritt“ laufen, was meiner Meinung aber nicht stimmt. Sie könnte ruhig einen Schritt zulegen, damit ich im Galopp durch die Feldflur laufen kann.

Leider habe ich immer noch viel Angst, wenn wir an der Hauptstraße entlang gehen und die Autos und LKW`s  an uns vorbeirasen. Dann möchte ich am Liebsten weglaufen.

Dienstags nimmt mich Frauchen immer mit in ihr Büro. Da trifft sie sich mit ihren Kollegen, die  sehr nett sind. Ich lege mich dann auf meine Decke, döse vor mich hin und höre zu, was die da so bereden.

Manchmal gebraucht Frauchen ein komisches Gerät. Das macht einen fürchterlichen Krach und saugt alles ein, was auf dem Boden liegt. Ich bin dann immer sehr aufgeregt und versuche dieses blöde Ding anzubellen und weg zu beißen. Frauchen ist dann sehr streng zu mir und schickt mich aus dem Zimmer. Dennoch, Ihr seid doch auch meiner Meinung, diesen Krach muss man doch nicht ertragen, oder?

Eigentlich gefällt es mir hier ja sehr gut, aber Frauchen lässt oft nicht mit sich reden. Wie ich Euch schon mal mitteilte, herrschen hier Regeln, die ich absolut nicht verstehe. Zum Beispiel: „Pippi machen auf dem Teppich, is nicht!!!  Aber, Ihr müsst mir da doch Recht geben, wenn es draußen regnet und alles so fürchterlich nass und kalt ist, da kann man doch bei so einem (Sau-) Wetter im Garten nicht pipinieren und schon gar nicht kotieren, oder“?

So, das sind die News aus Erwitte.

Bis zum nächsten Statement,

es grüßt Euch ganz herzlich,

gewedelt und gebellt

Eure

Tilla Marie


 

Ruben  aus dem Tierheim Bonyhad in Ungarn

 
Ruben hat sich inzwischen prima eingelebt. Er ist wirklich ein Schatz! Ich glaube, wir hatten noch nie eine größere "Schmusekatze" als ihn. Kuscheln ist das Größte für ihn, direkt gefolgt von Rattenjagd. Wir lassen ihn  an der Schleppleine laufen, denn so schnell wie Ruben ist keiner von uns. Der Garten wird inzwischen komplett von ihm überwacht; alle Hecken und  Durchgänge regelmäßig kontrolliert. Mittlerweile haben wir vor die -eigentlich recht dichte Hecke- einen Zaun gezogen, nachdem Ruben es tatsächlich geschafft hat, durch sie hindurch in den Garten des angrenzenden Altenheims zu gelangen. -Er war wohl völlig verwirrt, denn er ließ sich widerstandslos von meinem Mann "festnehmen".
Übrigens ist er im Heim ein äußerst gerngesehener Gast. Alle kennen und mögen ihn. Und das eine oder andere Leckerchen fällt auch schon mal ab! Mittlerweile möchte er bei jedem Spaziergang seine Fangemeindebesuchen!
Anfangs hat er -wahrscheinlich aus Unsicherheit- sämtliche Hunde (und das sind eine ganze Menge, die hier 'rumlaufen) verbellt. Wir fürchteten schon um unsere Trommelfälle. Gott sei Dank wird es allmählich weniger und mit den Hunden unserer Freunde und Bekannten kommt er auch schon recht gut aus. Wir können sogar alle zusammen mit den Hunden Silvester feiern. Wie schön! 
 
Wir sind so froh, daß es über die Pfotenhilfe so schnell und unproblematisch geklappt hat, unseren Schatz zu bekommen.


 

Penny kommt aus dem Tierheim Kecskemet aus Ungarn

 

Hallo ihr Lieben,

 
ich bin vor zweieinhalb Wochen aus Ungarn nach Deutschland gereist und wollte doch mal erzählen, wie es mir hier so geht. 
Erstmal war ich ziemlich kaputt, als ich in Deutschland angekommen bin. Bei meiner neuen Familie Zuhause bin ich dann auch sofort in mein Körbchen gesprungen, ohne dass es mir jemand zeigen musste. 
Die ersten Tage habe ich viel geschlafen und gekuschelt. Ich war sehr zurückhaltend. Schließlich musste ich erst einmal sehen, wo ich hier gelandet bin.
 
Dann bin ich aber langsam aufgetaut und weiche meiner Familie nicht mehr von der Seite. 
 

Ich denke ich bin recht pflegeleicht. Die ein oder andere Regel kannte ich schon und einige neue finde ich ok, die mache ich gerne mit. Manchmal lasse ich aber auch den sturen Dackel raushängen und die Kommandos, die ich doof finde, ignoriere ich dann auch, obwohl ich sie schon kenne. Nur komme ich da eigentlich nie mit durch.
Im Moment sind mein Herrchen und ich noch uneins, wer denn den Platz auf dem großen gemütlichen Sessel bekommt. Meistens sitzt er dann drin und ich auf seinem Schoß: auch in Ordnung!
 
Alles in allem passt das schon ganz gut mit meiner Familie. Die Kinder spielen viel mit mir und am tollsten ist das Familienkuscheln, wenn alle auf dem Sofa sitzen/liegen. 
Fremde Männer mag ich nicht besonders, vor denen habe ich Angst. Und die Hunde aus der Nachbarschaft habe ich erst einmal alle angeknurrt, egal ob groß oder klein. Muss schließlich jeder wissen, dass ich jetzt auch hier wohne. Jetzt kommen wir gut miteinander klar. Nette Bande.  
Ich denke hier lässt es sich aushalten und glücklich werden, meine Familie ist es schon!   =)
 
Viele Grüße
Eure Penny


 

Liebes Pfotenhilfe Team,

 

Am 16.September ist der kleine Pogo aus dem Tierheim Kecskemet zu uns gekommen. Er trägt jetzt den Namen Nilo.

 

Er war von Anfang an sehr verspielt und hat sich riesig gefreut. Von Angst war keine Spur zu erkennen. Nur bei Fremden ist er etwas schüchtern und vorsichtig. Nilo ist sehr schlau und hat schon in kürzester Zeit sehr viele Kommandos gelernt. Schon nach zwei Wochen konnten wir ihn von der Leine lassen. Nach einer Woche war er schon stubenrein. Nilo ist total verspielt und liebt es mit anderen Hunden zu spielen oder einfach gekrault zu werden. Ihm macht es super viel Spaß schwimmen zu gehen oder über die Wiesen zu toben.
Er hat sich in kürzester Zeit super bei uns eingelebt.

 

Wir würden ihn niemals missen wollen. Nilo ist ein wunderbarer Hund mit einem tollen Charakter.

 

Vielen Dank für diesen tollen Hund und ganz liebe Grüße,
Lisa Marie & Heinrich


 

Fredo war im Tierheim Kecskemet in Ungarn und hat nun sein neues Zuhause in Südfrankreich. Im Mai 2017 schreibt sein neues Frauchen nachfolgenden Bericht:

 

 

Anfang Februar ist Fredo aus Ungarn zu mir gekommen.  Nach einer stundenlangen Zugfahrt sind wir dann endlich bei mir Zuhause, in Südfrankreich angekommen! Er hat alles tapfer mitgemacht und sich kein einziges Mal beschwert und das, obwohl ich eine Fremde für ihn war. In der ersten Woche war er noch etwas unsicher gegenüber neuen Menschen und der neuen Umgebung, das hat sich aber dann mit der Zeit auch schnell gelegt. Er war von Tag eins an sehr anhänglich, möchte am liebsten den ganzen Tag gekuschelt werden. Er hat sehr schnell alle möglichen Hundekommandos verstanden und ich konnte ihn nach ein paar Tagen schon von der Leine lassen!
Er liebt es über Wiesen zu rennen und könnte ewig lang an ein und derselben Blume schnuppern und geht gerne ins Wasser. Jetzt, da es warm ist, sind wir ganz oft am Strand, was er auch sichtlich genießt.  

 

Ein Kettenhund der endlich seine verdiente Freiheit hat!!!


Vielen Dank für die Vermittlung dieses tollen Hundes, ich möchte ihn nicht mehr missen!

 

Liebe Grüße, 
Marlene


 

Duke fand in Nanni eine richtige Freundin

 

Duke war ein verschüchterter ängstlicher Hund in der Tötung Kecel. 

Hier in Deutschland hat sich sein neues Herrchen sofort in ihn verliebt. Nun musste seine Hündin Nanni nur noch diese Liebe teilen. Also haben sich die beiden in Ruhe vorher kennen gelernt und da "die Chemie stimmte" durfte Duke zu Nanni und seinem neuen Herrchen Michael ziehen. 

 

Das schreibt Michel im Januar 2017 nach einer Woche mit Duke:
"Er hat sich super eingelebt, das einmal vorweg. Er versteht sich großartig mit Nanni und kuschelt sich manchmal so tief unter ihr Fell, dass man seinen Kopf gar nicht mehr sieht. Duke ist total schmusebedürftig und lässt ich gerne ausgiebig streicheln. Wenn sich Nanni draußen im Garten gewälzt hat und ich sie abtrocknen muss kommt er gleich an und will auch trocken gerubbelt werden, auch wenn er gar nicht nass ist. Er frisst auch nicht mehr so hektisch weil er jetzt weiß, dass er immer zuerst gefüttert wird und Nanni frisst sowieso lieber im Garten. Er geht auch, das wundert mich am meisten, auf Besucher zu und lässt sich sofort kraulen, nur bei Männern hält er etwas Abstand, aber er versteckt sich nicht sondern legt sich 1 - 2 Meter entfernt hin und beobachtet. Er liebt Schnee, hat bei den Spaziergängen aber noch etwas Angst, aber das legt sich immer mehr. Er geht dann ganz dicht neben Nanni und sucht ihren Schutz. Trotzdem freut er sich auf seine Spaziergänge, geht mittlerweile super in seinem Geschirr, Er bleibt ohne Probleme mit Nanni 4 - 5 Stunden alleine und ist stubenrein.
Nachts liegt er mit Nanni auf dem Teppich vor meinem Bett, geht dann aber irgendwann ins sein Körbchen.
Als positiven Nebeneffekt lebt Nanni richtig auf und wird mit ihren zehn Jahren nochmal richtig munter, geht sogar abends wieder mit raus, was sie seit einem Jahr nicht mehr wollte."


 

Das Frauchen aus dem neuen Zuhause schreibt in Bundis Namen dem Pflegefrauchen in Ungarn:

 

Liebe Andrea!

 

Jetzt ist es aber an der Zeit, dass ich einen Brief an dich diktiere. Bisher war alles so aufregend, dass ich gar nicht dazu gekommen bin. Aber du musst nicht denken, dass ich dich vergessen werde, denn du warst immer so lieb zu mir. Und als ich weg musste von dir und gerade auch noch du mich in dieses Auto getragen hast, war ich schrecklich aufgeregt und verstand gar nichts mehr. Immer wenn dieses Auto kam und einige von uns abgeholt wurden, habe ich ganz genau gesehen, dass sie nie wieder zurück kamen. Und jetzt war ich dran. Ganz schrecklich und dann diese endlos lange Fahrt. Und dieser schreckliche Gestank. Wir haben nämlich alle entsetzlich gestunken.

 

Aber was mir dann passiert ist, ahnst du nicht! Nach vielen Stunden wurde ich von Andreas aus der Box gehoben. Freiwillig wäre ich nie raus gekommen. Ich hatte ja keine Ahnung, ob es nicht noch schlimmer kommt. Dann ging alles sehr schnell. Leine an mich dran und eine fremde Frau sprach mich freundlich mit meinem Namen an. Keine Ahnung woher die mich kannte. Ich rannte mit ihr los bis ich endlich eine ganz große Pfütze machen konnte. Das tat gut. Weil ich gar nicht trinken wollte, trug mich der Mann (den habe ich vorher gleich einmal angehopst, damit er nett zu mir ist, war er auch) in ein Auto, in dem die neue Frau schon saß. Sie streichelte mich, was mir ja immer sehr gefällt und so wurde ich ruhiger und mochte nun endlich etwas trinken. Oh, hatte ich einen Durst.

 

Und nun wirst du staunen. Ich habe jetzt ein Frauchen und ein Herrchen und ich bin ihr Hund. Wir haben ein Grundstück. Ich liebe es. Ich habe schon ein paar wunderbare Plätze entdeckt, die ich sehr bevorzuge, wenn es warm ist. Ich kann mir unter den Sträuchern und Büschen kleine Kuhlen buddeln und dann liege ich kühl und wunderbar. Das Haus war ein Problem. Aber ganz vorsichtig habe ich mit jedem Tag mehr kennengelernt. Jetzt habe ich alle Räume inspiziert, auch die Spiegel erschrecken mich nicht mehr. So ein Betrug, man sieht einen Hund, der riecht aber nach gar nichts. Also muss ich mich auch nicht fürchten.

 

Seit vorgestern liege ich abends auch im Wohnzimmer in einem gemütlichen Hundebett. Bisher hielt mich eine Kiste in diesem Raum ab, auf der große Köpfe von Menschen mit Stimmen zu sehen sind. Als ich sie aber ganz mutig angeknurrt habe, passierte nichts. Na ja, dachte ich, wenn mein Frauchen und mein Herrchen keine Angst haben, will ich es auch mal wagen. Und siehe da, alles ist gut.

 

Ach ja, das hätte ich fast vergessen dir zu erzählen. Wir gehen jeden Tag ein paar Mal spazieren. Ist das toll! Sie haben ja Zeit, denn ich bin ihr einziger Hund. Das Gehen an der Leine klappt manchmal schon gut. Aber dann bin ich wieder so aufgeregt und flitze plötzlich los. Aber meine Herrschaften meinen, das hat bisher jeder Hund gelernt. Ich krieg das auch hin. Sie halten mich für ausgesprochen klug.

 

Manchmal bekomme ich einen Flitz (so sagt es Frauchen). Dann renne ich voller Freude ganz schnell durch den Garten und drehe lustige Kreise.

 

Also, mein neues Leben ist wunderbar. Man kann sich dran gewöhnen. Ich bin immerzu so fröhlich, weil ich es so schön habe. Die Steicheleinheiten gefallen mir auch und das Bürsten meines Felles genieße ich. Ich revanchiere mich allerdings immer und gebe viele Küsschen.

 

Heute haben wir es sehr warm. Und ich will mich jetzt wieder auf die kühlen Fliesen gleich hinter der Haustür legen. Dort ist es angenehm und keiner kommt an mir vorbei, ohne gesehen zu werden.

 

Für heute grüße ich dich und die nette Frau Schleich-Wolf und die anderen alle und auch die Hunde. Ich lass mal wieder von mir hören. Aber noch etwas ganz wichtiges: Ein dickes Dankeschön und viele Küsschen für alle Liebe und besonders dafür, dass du mich von dieser schrecklichen Kette befreit hast!

 

Ein fröhlicher Hopser und ein wau-wau,

dein lieber Bundi

 

NS.: Wie findest du meine neue Frisur? Deine Meinung ist mir nämlich wichtig.


 

Hallo zusammen. Ich habe mich mal an den Rechner von meinem Menschen geschlichen und melde mich mal aus meinem neuen Zuhause. Alles ist noch sooo aufregend und neu. Das Essen ist gut aber es könnte ruhig etwas viel mehr sein, dann fang ich mir eben eine Spinne für den kleinen Hunger zwischendurch.

Ich kann mich prima an meinem Pflaster kratzen, trotz Tröte am Hals, mein Mensch schimpft dann immer, überhaupt, ich darf keine Vögel jagen, Eichhörnchen schon gar nicht, und auf ihren Händen rumkauen lässt sie mich auch nicht. Manno!
Dafür habe ich schon drei Trockentücher und 5 Stofftiere zerlegt, das macht Spass, nur die Reste sucht die Olle mir immer aus dem Hals. Menschen sind schon komisch. Morgens gehen wir immer in den Wald , so gegen 7, das ist toll, da riechts nach Häschenpups und Wildschwein, ich hab die Nase immer am Boden oder hoch in der Luft. Toll! Toll Toll!


Ich muß auch morgens immer gaanz dringend, und ich kann schon wieder eine Wurst, da freut sich mein Mensch- wie albern! Mehr Fotos gibt's noch nicht von mir, weil ich immer in die Kamera krieche und sie ablecken will, aber da arbeiten wir noch dran. Beim Schuhe anziehen helfe ich auch und heute habe ich zum ersten Mal etwas gespielt.

Die anderen Hunde, hier sind ganz schön viele, manche mag ich, manche knurre ich ganz doll an, dann gibt's immer Mecker. So langsam bekomme ich etwas von der Umgebung mit und renne zu dem Menschen , wenn Besuch am Gartentor erscheint, aber gebellt habe ich noch nicht, das traue ich mich noch nicht so recht. Mein Mensch sagt innmer, ich könnte gar nicht bellen- mal sehen.

Ich habe zweigroße Betten von meinem Vorhund, eins steht im Hundezimmer(Exbüro) und eins im Schlafzimmer. Immer wenns mir zu viel wird gehe ich ins Hundezimmer und ruhe mich etwas aus.
Heute abend bin ich zum ersten Mal freiwillig ins Schlafzimmerbett gegangen- gar nicht so übel, aber wenn mein Mensch euch erzählt, ich würde scchnarchen--gar nicht wahr!!!!
Jetzt bin ich müde, die Tasten sind auch viel zu klein. Sage Gute Nacht, freu mich schon aufs Frühstück.

Eure Kyra


 

Es war Liebe auf den ersten Klick - sozusagen.

 

Aber kurz vorweg. Im Juni mussten wir uns von unserer geliebten Kira verabschieden. Sie war fast 14 Jahre alt und bekam dann noch einen Schlaganfall. Danach war sie nicht mehr die alte Kira und nach wochenlangem Überlegen haben wir sie dann über die Regenbogenbrücke schicken müssen.

 

Danach, vielleicht um mich ein wenig abzulenken, schaute ich mir zu vermittelnde Hund im Internet an . Eigentlich wollte ich noch gar keinen anderen Hund. Kira war noch viel zu gegenwärtig. Aber dann sah ich Paige auf der Seite der Pfotenhilfe Sauerland. Ich wußte sofort, dass sie es war. Jetzt musste nur noch mein Lebensgefährte Thomas überzeugt werden. Er war da nicht ganz so enthusiastisch wie ich. Jedenfalls nahm ich sofort mit der Pflegestelle Kontakt auf und wir konnten die kleine Maus bald besuchen. Mit ihrem unglaublichem Charme hat sie binnen von ein paar Minuten auch Thomas überzeugt.

Und flux, einen Tag später ist sie bei uns eingezogen und endlich hat auch unser kleiner Benni wieder eine neue Gefährtin.

Inzwischen ist sie 3 Wochen bei uns und wir haben keine Minute bereut.

Wir danken der Pflegestelle für die gute Vorarbeit, Paige hört jetzt schon perfekt.

Liebe Grüße an alle, die sich einen Hund aus der Vermittlung nehmen und an die Pfotenhilfe Sauerland

Dörte und Thomas mit Benni und Paige

 


 

Das schreibt die Pflegestelle zum Abschied von Samu

 

Lieber Samu!


Jetzt sind es 3 1/2 Wochen her, dass ich Dich bei der Pfotenhilfe abgeholt habe. Voller Angst, voller Misstrauen habe ich Dich gegen Deinen Willen aus der Ecke gezerrt.
Nach und nach hast Du gemerkt, dass es mit Boomer, Fin und mir gar nicht so schlecht ist, Pflegehund zu sein.

Und es war jeden Tag aufs Neue ein Erlebnis:
Halsband / Geschirr anziehen, spazieren gehen (was ist das?), Treppen laufen, Auto fahren...
Und dann kam der Tag, als Du mich beim Spazieren gehen nicht mehr skeptisch angeschaut hast, die Rute voller stolz schön hoch getragen hast und sogar Dein Beinchen gehoben hast!

Nie werde ich den Moment vergessen, als ich nach Hause kam und ihr 3 Jungs mir entgegengekommen seid... Alle 3 schwanzwedelnd! Du hast Dich selber erschreckt: "was ist denn das? Ich kann wedeln? Ach wie schön! Ne, darf ich das?" Und Deine Augen strahlten.



Heute durfte ich Dich zu Deiner neuen Familie bringen. Es war Liebe und Vertrauen auf den 1. Blick!
Ich wünsche Dir und Jürgen und Simone F.-F.  sowie Deiner neuen Hundefreundin Lucy von ganzem Herzen alles Liebe und ein langes, glückliches Hundeleben!
Es hat ja schließlich gerade erst begonnen...

Alles Liebe und DANKE für Dein Vertrauen ❤
Patrizia mit Boomer und Fin


 
Damia (Frieda) ist eine von über 25 Berger des Pyrenees, die sogenannten "Jungen Wilden" die im Mai 2016 gemeinsam auf den Schutzhof kamen. Wer mehr über die Lebensumstände dieser Hunde in Ungarn wissen möchte kann die im Reisebericht Febr.2016 nachlesen. Viele dieser Hunde waren sehr zurückhaltend und scheu, liessen sich nur schwer anfassen. Ihr Vertrauen zu gewinnen war eine große Herausforderung. In einer Familie angekommen änderte sich ihr Verhalten dann aber schnell. Nachfolgend die Erfahrungen aus der Anfangszeit vom neuen Frauchen von Damia:
 
Die ersten Tage von Damia im neuen Zuhause
Damia ist nun seit 2 Wochen bei uns und sie macht täglich Fortschritte. Anfänglich war sie sehr ängstlich und zurückhaltend, ließ sich kaum anfassen. Sie machte ihren Namen (Damia ist französisch und bedeutet so viel wie *ungezähmt*) alle Ehre.
Eagle war und ist ihr eine große Hilfe bei der Sozialisierung. Sie hat schon soviel erlebt und gelernt in den zwei Wochen. Sie bekam eine neue Frisur und war danach wie ausgewechselt..als wenn ihr mit dem Fell ein Stück Vergangenheit genommen wurde. Sie lässt sich jetzt ohne Probleme anfassen, Geschirr und Leine hat sie aktzeptiert und liebt lange Spaziergänge. Autos, Fahrräder, Mopeds sind für sie schon kein Problem mehr. Fremde Menschen und Hunden gegenüber ist sie noch etwas zurückhaltend, doch auch das wird von Tag zu Tag besser. Ihre Neugier ist einfach größer, so dass sie ihre Unsicherheiten dadurch verliert. Damia hatte am Anfang eine Blasenentzündung die wir Tierärztlich behandeln ließen. Anfang dieser Woche hatte sie leider einen Rückfall, so dass wir erneut den  Tierarzt aufsuchen mussten. Diesmal wollte ich auf Nummer sicher gehen und ließ zusätzlich zur Urinprobe auch eine Blutuntersuchung machen. Die Urinprobe ergab, dass sie jede Menge Struvitkristalle in sich trägt, welche jetzt mit Spezialfutter angegangen werden. Die Blutuntersuchung war in Ordnung nur die Nierenwerte waren nicht so gut, so dass wir mit ihr zur Ultraschalldiagnostik zu einem Spezialisten überwiesen wurden. Der Termin war heute und ist gut verlaufen. Damia ist organisch (Nieren, Leber, Blase etc.) kerngesund. Die Stubenreinheit klappt beim großen Geschäft sehr gut, aufgrund der Blasengeschichte wird das kleine Geschäft stubenreintechnisch noch etwas auf sich warten lassen müssen, doch das ist ok für uns, denn wir wissen ja woran es liegt.
Damia war schon einmal in der Hundeschule und hat mich dort positiv überrascht. Sie spielte im Freilauf mit den Hunden und kam auf Zuruf zurück. In der Wohnung ist sie ein richtiger Wirbelwind. Sie tobt, liebt es wenn sie sich eine Futterration am Tag erarbeiten muss (Intelligenzspielzeuge) und das allerliebste sind Kauknochen egal welcher Art.
Vor Gewitter hat sie im Gegensatz zu unserem Eagle überhaupt keine Angst.


 

Den nachfolgenden Bericht von Hanni haben wir ausgewählt, damit Bewerber sehen können, das ein Hund aus dem Tierschutz auch besondere Fähigkeiten haben kann, der Mensch muss ihm nur die Möglichkeit geben, diese auch zu zweigen: 

 

Ein Jahr mit Hanni
Liebes Team der Pfotenhilfe Sauerland,

am 14.06.2015 wird es nun ein Jahr, dass Sie uns Hanni aus Bonyhád gebracht haben. Wir sind überglücklich mit ihr und Ihnen, insbesondere Frau G. und den Mitarbeiterinnen in Ungarn, sehr dankbar, dass wir so ein tolles Hundemädel bei uns haben.
Hanni ist unerschrocken, freundlich mit jedem Menschen, egal welchen Alters und sie liebt Hunde über alles. Mit ihrem Charme wickelt sie jeden um ihre Pfote. Sie begleitet mich bei meiner Arbeit als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin und macht es so jedem Kind und mir leichter in den ersten Gesprächen schnell die Atmosphäre aufzulockern. Dabei hat sie von Natur aus ein therapeutisches Geschick, mit genau der richtigen Energie auf die Kinder zuzugehen, bei vorsichtigen, ängstlichen Kindern bleibt sie ganz ruhig und abwartend, bei wilden Kindern blödelt sie gerne mit. Und genau so geht sie auch mit anderen Hunden um, bekommt so fast jeden zum Spielen, auch ältere Kaliber, die laut ihren Besitzern sonst nie spielen.
Sie ist ausgesprochen schlau und lernfähig, was es uns einerseits leicht macht, ihr neue Dinge beizubringen oder sie verstehen zu lassen, was wir nicht wollen. Andererseits hat sie auch immer schnell raus, wie sie sich nicht so genau an Sachen halten muss :-). Aber sie ist ja auch noch ein Hundeteenager, da müssen wir jetzt gerade eben durch. Insgesamt muss man aber sagen, dass sie Zuhause völlig unkompliziert ist, nur im Wald kommen eben die Instinkte durch. Ihre Nase ist unglaublich gut und wir bemühen uns, ihr mit Suchspielen und Agility Alternativen zu bieten. Klettern kann sie auch sehr gut, weshalb wir es sehr genießen mit ihr wieder eine Begleiterin zu haben, mit welcher man ganz wunderbar Wanderungen, auch über schwierigere Pfade, machen kann.
 Hanni ist unsere erste Hündin, die wir, ohne sie persönlich kennengelernt zu haben, bei uns in der Familie aufgenommen haben. Wir hatten schon auch Bedenken und Sorgen, ob wir es wagen sollten. Jetzt wissen wir, dass alles unbegründet war!