Tierschutzverein Pfotenhilfe Sauerland


Fahrten nach Ungarn im Jahr 2016


Fahrt im Februar 2016

Besuch in einem riesen Zigeunerviertel in Hajduhadhazi

 

Vorab: Die Worte „Zigeuner“, „solche“ und „diese“ sind hier in keinem Fall negativ belegt.

Der Text ist wertfrei und einfach von der Seele geschrieben.

 

Als wir in Hajduhadhazi ankamen, guckten wir uns die kleine Tötung an, 6 Hunde waren dort.

Es waren unfassbar kleine Zwinger, aber die einzige Möglichkeit um Hunde aus dem Elend zu retten. Wir warteten auf die Notarin. Eine Fahrt durch ein riesiges Zigeunerviertel war geplant. Ein bisschen wie im Zoo, denn aussteigen war verboten- zu gefährlich! Dafür sollten wir alles fotografieren, was uns vor die Linse kam, auch Menschen. Nun saßen wir  zu acht in einem Bulli. Dort, wo das Zigeunerviertel anfing, hörte die asphaltierte Straße auf. Wir waren geschockt, Müll und Elend soweit das Auge reichte! Und zwar nicht nur Elend was die Hunde anging, nein, auch die Menschen taten uns  unheimlich leid. Natürlich lag unser Augenmerk auf den Hunden und obwohl es an diesem Tag ruhig sein sollte, es war Samstag,  sahen wir sehr,  sehr viele Hunde. Krank, viel zu dünn, an der Kette und ohne Hütte. Uns wurde erzählt, dass die Zigeuner hauptsächlich Staff´s,  Boxer und Cane Corso´s „züchten“, auch gerne untereinander mixen, da sich diese Rassen am besten für Hundekämpfe eignen. Ebenso verkaufen sie jedes Jahr eine Menge Welpen auf Parkplätzen usw. Das einzige Einkommen dieser Menschen. Wir waren natürlich gleich Feuer und Flamme, dort zu helfen. Aber gleich stellte sich die Frage: wie?? Denn wie soll man Menschen, die selbst im letzten Elend und im Müll leben, begreiflich machen, dass Tiere fühlende Lebewesen sind? Besprochen wurde, dass man nur über Strafen und Zwang an die Hunde herankommt. Chip- und Kastrationspflicht z.B. Wer dies nicht erfüllt, wird der Hund weggenommen. Und erfüllen kann es dort niemand. Nun ist das eine Problem, dass es dort sehr viele sogenannte „Kampfhunde“ gibt. Macht es wirklich Sinn, diese alle in ein Tierheim/Tötung  zu stecken? Nein. Also wurde beschlossen, diese Hunde zu kastrieren, zu chippen und wieder auszusetzen. Natürlich mit festen Futterplätzen und Überwachung  im Nachhinein.  Andrerseits (und da  kommen wir schon zum nächsten Problem, dem Größten) gibt es in Ungarn so viele Plätze wie diese (hier ca.3000 Zigeuner = 500 Familien), das man nachdenklich wird. Dort Hunde weg zu holen, behebt nicht die Ursache, sondern ist bloß eine Symptombehandlung.  Man müsste bei den Menschen anfangen. Denn in solch einer Lebenslage, würden vermutlich so ziemlich alle Menschen so handeln. Und die Kinder bekommen es vorgelebt, woher sollen sie es besser wissen/machen? Es ist frustrierend. Es scheint wie eine unlösbare Aufgabe. Denn schließlich können wir nicht Ungarns ganze Struktur und die Politik umkrempeln. Obwohl das die Lösung wäre. Aber aufgeben wollen wir trotzdem nicht! Denn hier greift der Satz: „Wir können nicht die ganze Welt retten, aber für jedes Tier das wir retten, verändert sich die ganze Welt“.  Und natürlich mit der Hoffnung, das  die Arbeit der Tierschützer, doch die Probleme lösen und nicht nur die Symptome behandeln. Wir sind nun mit den Tierschützerin vor Ort in Kontakt.

Geplant ist ein Tierheim zu erreichten, wo ca. 50 Hunde Platz hätten. Dies wird seitens der Stadt aber eine Weile dauern, da bisher noch kein geeigneter Platz gefunden ist.

Sollten wir hier Fortschritte haben, werden wir darüber berichten.

Der zweite Tag unserer Reise führte uns zum Balaton.

 

Ein Bekannter bat uns um Hilfe. Dieser Bitte kamen wir natürlich nach. Von Erzählungen seinerseits erfuhren wir schon, dass es dort eine ältere Frau gibt, die ehemals mit ein paar Hunden auf diesem Hof lebte. Die Frau verlor jedoch den Überblick über ihre ‘‘paar‘‘ Hunde und nach einigen Jahren wurden es nun 40 Stück.

Kaum zu glauben, dass die ganzen Hunde die wir dort sahen, eine große Familie sind.

Einer gleicht dem anderen und es waren viel zu viele in einem viel zu kleinen Auslauf.

Der Auslauf ist verdreckt und bietet nicht viel Rückzugsmöglichkeiten für die Hunde.

Schnell merkten wir beim Eintreten in den Auslauf, das alle Hunde wohl mehr oder weniger nur da waren um dort zu sein. Denn alle rannten ängstlich in den Unterstand oder versteckten sich unter der Treppe.

Nun lag es an uns ob wir hier helfen könnten, denn von unserem Bekannten wussten wir, das die Frau auswandern möchte, wohl nur 10 von den Hunden mitnehmen darf. Die restlichen wolle sie dann einschläfern lassen.

Als wir dort waren war die Frau auch nicht vor Ort.

Wir möchten dort gerne helfen. Die Frau ist nicht ganz so einfach, sie möchte beispielsweise keine Hunde in Ungarn abgeben, da sie sich auf ihrem Hof von Ungarn belästigt und bedroht fühlt und daher die Ungarn böse Menschen wären.

 Alle Hunde sind von den Impfungen und Chip her reisefertig , an Kastrationen mangelt es jedoch und da die Besitzerin nicht vor Ort ist möchte sie auch nicht dass jemand anders sie zum Arzt bringt.

Es ist ein trauriger Anblick, der sich uns bot, ein Hund hübscher als der andere, ganz viele treue und gleichzeitig verängstige Augen schauten uns an.

Fängt man ‘‘die jungen Wilden‘‘ ein, dauert es nicht lang und sie kommen selbstständig zu einem , schnuppern und zeigen ihre Neugier.

Der Sonderstransport für 30 Hunde ist geplant in den nächsten 2-3 Wochen.

Jedoch kommen viele Tierarztkosten auf uns zu, da die meisten von ihnen bei uns in Deutschland kastriert werden müssen.

Wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr uns und die Hunde unterstützt, denn sie, die bis jetzt nichts außer diesen Auslauf kennen gelernt haben, haben jede Hilfe mehr als verdient.

 

Wir rechnen bei den Kastrationen mit ca. 3500€ dafür wollen wir natürlich sammeln.

Wer uns hier unterstützen möchte kann mit dem Betreff ''Die Jungen Wilden''

auf folgendes Konto Spenden

Pfotenhilfe Sauerland

IBAN:DE59 4165 1770 0000 0797 23

BIC:WELADED1HSL

Über Paypal pfotenhilfe-sauerland@gmx.de

Gerne können sich auch Vereine melden, die bereit sind,  gegen Kostenübernahme den einen oder anderen zu übernehmen.



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